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CorBene: Eine gesundheitsökonomische und medizinische Erfolgsgeschichte PDF E-Mail

Telemonitoring erstmals verpflichtender Bestandteil der Therapie der Herzinsuffizienz

B. Homberg (1), H. Korb (2)
1 Medizin-Service – Institut für strategisches Marketing & Kommunikation im Gesundheitswesen, Wesel
2 Vitaphone GmbH, Mannheim


Für die Betroffenen häufig tödlich, in jedem Fall mit dem dramatischen Verlust ihrer Lebensqualität verbunden, oftmals nur höchst unzureichend behandelt und für das Gesundheitssystem sehr kostenintensiv: Rund 1,8 Mio. Menschen leiden in Deutschland zurzeit unter einer chronischen Herzinsuffizienz (CHI) – mindestens 50.000 versterben jährlich daran. Die Zahl der Neuerkrankungen liegt bei rund 300.000 pro Jahr. Tatsächlich dürfte diese Zahl aufgrund der hohen Dunkelziffer noch deutlich höher sein. Die Mehrzahl der Patienten ist chronisch unterversorgt, wie die erschreckenden Ergebnisse der SHAPE-Studie zeigen. Mit Hilfe des Integrierten Versorgungs-Vertrages CorBene der Vertragsarbeitsgemeinschaft (VAG) des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der Betriebskrankenkassen soll jetzt die Versorgung von Herzinsuffizienz-Patienten deutlich verbessert, effizienter und zudem kostengünstiger gestaltet werden. Erstmals ist dabei das Telemonitoring durch ein Telemedizinisches Service Center in einem Versorgungsvertrag als verpflichtender Bestandteil der Therapie definiert. Ziel ist es u. a., eine drohende Dekompensation der Herzinsuffizienz frühzeitig zu erkennen und Klinikeinweisungen durch rechtzeitige Intervention zu vermeiden.

Epidemiologie der Herzinsuffizienz

Die Herzinsuffizienz ist die meist diagnostizierte Krankheit bei Menschen ab 65 Jahren und der häufigste Grund für Krankenhauseinweisungen in dieser Altersgruppe. Männer leiden häufiger an Herzinsuffizienz als Frauen. Die dramatische Zunahme der Herzinsuffizienz ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die Überlebensrate von Patienten nach einem Herzinfarkt deutlich zugenommen hat und andererseits die allgemeine Lebenserwartung erheblich angestiegen ist – und weiter zunimmt.

Nahezu 40 % der Herzinsuffizienz- Patienten sterben innerhalb eines Jahres nach der ersten Einweisung ins Krankenhaus. Lediglich 25 % der männlichen und 38 % der weiblichen Patienten überleben nach Diagnosestellung länger als 5 Jahre.3,4 Mit einer mittleren Überlebensrate von 7 Jahren ist die Herzinsuffizienz nicht nur bösartiger als viele Krebserkrankungen, sondern führt bei den Betroffenen auch zu einer dramatischen Verminderung der Lebensqualität.

Die durch Herzinsuffizienz verursachten Kosten belaufen sich nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes auf ca. 2 % des Gesamtbudgets des deutschen Gesundheitssystems. Das sind ca. 2,7 Milliarden Euro pro Jahr allein in Deutschland. Neben dem Diabetes mellitus wird die Herzinsuffizienz damit allein schon aufgrund der demographischen Entwicklung zu einer der größten medizinischen und finanziellen Herausforderungen für das Gesundheitssystem im 21. Jahrhundert. Denn: Häufige und langwierige Krankenhausaufenthalte von Herzinsuffizienz-Patienten aufgrund von Dekompensationen lassen die Therapiekosten explodieren.

Ergebnisse der Shape-Studie

In krassem Gegensatz dazu stehen die Ergebnisse der SHAPE-Studie (Study group on Heart failure Awareness and Perception in Europe), die die Versorgung von Herzinsuffizienz-Patienten in Europa und der Bundesrepublik untersucht hat und zu erschreckenden Ergebnissen kam.

In Deutschland schätzen nur 20 % der befragten Hausärzte die Verbreitung der Herzinsuffizienz bei Erwachsenen korrekt auf 2 %. Die große Mehrheit der Hausärzte (88 %) verlässt sich bei Diagnosestellung „häufig“ oder „immer“ allein auf Beschwerden und klinische Symptome wie Dyspnoe (Atemnot bei Anstrengung, nächtliche Atembeschwerden) und Ödeme (geschwollene Beine). 31 % der Hausärzte machen „keinen“ oder nur „gelegentlichen“ Gebrauch von zusätzlichen Untersuchungsverfahren, z. B. Echokardio- graphie, EKG oder Röntgen, wie in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) vorgesehen...

 

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Titel:
CorBene: Eine gesundheitsökonomische und medizinische Erfolgsgeschichte
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2009
Kontakt/Autor(en):Kontakt
Benjamin Homberg
Medizin-Service – Institut für
strategisches Marketing &
Kommunikation im
Gesundheitswesen
Karl-Straube-Straße 56
46483 Wesel
Tel: +49 (0) 2 81 / 96 30 14
Fax: +49 (0) 2 81 / 96 30 15
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