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Gesundheitsakten, Patientenakten und Mischformen aus Sicht der Krankenkasse PDF E-Mail

Harald Sondhof, careon GmbH

Die Begriffe Gesundheitsakte und Patientenakte werden oft synonym verwendet, obwohl sehr unterschiedliche Produktkonzepte damit verbunden sind. Folgt man dem Sozialgesetzbuch, dann ist die Gesundheitsakte ein von der Krankenkasse individuell gestaltbares Instrument für das persönliche Gesundheitsmanagement der Versicherten. Patientenakten sind dagegen einheitlich strukturierte medizinische Archive zur effizienten Behandlung von Patienten. Versicherte werden zukünftig beide Akten sinnvoll einsetzen. Krankenkassen können sich zunächst auf die Ausgestaltung einer „eigenen “Gesundheitsakte für ihre Kunden konzentrieren. Wenn die Spezifikation der gematik vorliegt, lässt sich später eine Patientenakte –mit einer Schnittstelle zur Gesundheitsakte –zusätzlich bereitstellen. Bei dem Einsatz von Mischformen (Gesundheits-Patientenakten), die Funk- tionen für Versicherte und Ärzte auf einer technischen Plattform bündeln wollen, ist zu bedenken, dass sich die Anforderungen beider Nutzergruppen stark unterscheiden. Aus Sicht einer Krankenkasse wird die Flexibilität in der Entwicklung von Mehrwertdiensten für Versicherte ein- geschränkt, wenn die Funktionen einer Gesundheitsakte mit denen einer Patientenakte verbunden werden.

Mit der Einführung der Gesundheitskarte wird das Thema Gesundheitsakte aktuell. Die Verwendung der Bezeichnung Gesundheitsakte folgt bisher jedoch keiner allgemein anerkannten Konvention. Gesundheitsakte und Patientenakte werden oft synonym verwendet.

Im Markt gibt es Mitte 2007 etwa ein halbes Dutzend Anbieter von elektronischen Akten. Bei Google findet man außer der Gesundheitsakte von careon die vita-X-Gesundheitsakte der CompuGroup und den als Gesundheitsakte bezeichneten LifeSensor von Intercomponentware. Siemens betreibt mit Soarian IC eine elektronische Patientenakte. Ein relevantes Verbreitungspotential haben auch die in Ärztenetzen eingesetzte Patientenakte IBS der On-Lab GmbH aus Offenburg und die D2D-Fallakte des Fraunhofer-Instituts IBMT. Zusätzlich wird in einer Reihe von projektbezogenen Initiativen mit elektronischen Akten experimentiert.

Drei Typen von Akten

Einen Anhaltspunkt zur Unterscheidung der verschiedenen Aktenarten liefert das Sozialgesetzbuch. In §68 SGB V heißt es, dass Krankenkassen ihren Versicherten eine „persönliche elektronische Gesundheitsakte “finanzieren können. Damit sollen Patienten, so steht es in der Gesetzesbegründung, „unabhängig von der Dokumentationspflicht der Behandler “medizinische Daten, speichern und verwalten, um ihre Informationslage im Gesundheitswesen zu verbessern. In §291a SGB V, der die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte regelt, wird die elektronische Patientenakte als eine obligate Leistung aller Ärzte festgeschrieben. Durch eine Patientenakte, die von Ärzten für Ärzte geführt wird, soll die Effizienz im Behandlungsprozess der Patienten erhöht und Transparenz geschaffen werden.

In der Abgrenzung des Gesetzgebers ist eine Gesundheitsakte also eine vom Patienten bzw. Versicherten genutzte Anwendung, während eine Patientenakte primär die Arzt-zu-Arzt-Kommunikation unterstützt.

Demnach lassen sich grundsätzlich drei Typen von Akten unterscheiden: Gesundheitsakten und Patientenakten, die sich jeweils speziell an Versicherte bzw. Ärzte richten, sowie eine Mischform, die als Gesundheits-Patientenakte bezeichnet werden kann.

In der praktischen Ausgestaltung der Aktentypen gibt es kleinere funktionale Überschneidungen. So kann eine Gesundheitsakte Daten der Leistungserbringer beinhalten, z.B. die Kopie eines Arztbriefes, oder die Einsicht in die elektronische Dokumentation des Arztes ermöglichen. Jede vom Arzt geführte elektronische Patientenakte wird aus Datenschutzgründen immer auch eine Einsicht des Patienten erlauben.

Das entscheidende Kriterium für die Unterscheidung der verschiedenen im Markt angebotenen Produkte ist jedoch, auf welche Nutzer bzw. welche Nutzung die Anwendung ausgerichtet ist. careon bietet nach diesem Kriterium eine Gesundheitsakte an, Siemens, OnLab und das Fraunhofer-Institut IBMT betreiben einrichtungsübergreifende Patientenakten für Ärzte. Die Produkte der CompuGroup und von Intercomponentware sind Mischformen, also Kombinationen aus Gesundheits-und Patientenakte...

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Titel:
Gesundheitsakten, Patientenakten und Mischformen aus Sicht der Krankenkasse
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2008
Kontakt/Autor(en):Dr. Harald Sondhof
careon GmbH
Österbergstr. 9
D-72074 Tübingen
Tel.:+49 (0)70 71 /9 20 57-0
Fax:+49 (0)70 71 /9 20 57-22
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www.gesundheitsakte.de
Seitenzahl:
3
Sonstiges:

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