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Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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Evaluation der telematisch gestützten Kommunikation PDF E-Mail

Evaluation der telematisch gestützten Kommunikation – Ergebnisse von eValue (1)


Am Beispiel der Brustkrebsversorgung


Silke Schmidt, Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf

1) Die Studie wurde durch die Behörde für Wissenschaft und Gesundheit der Freien und Hansestadt Hamburg unterstützt.


1 Hintergrund und Zielsetzung

Entwicklungen aus dem Feld der Gesundheitstelematik können nur dann nachhaltig implementiert werden, wenn ihre Relevanz für die medizinische Versorgung aufgezeigt ist und Probleme im Einführungsprozess aufgegriffen werden. Einerseits müssen hierzu Anforderungen von Seiten der anwendenden Ärzte und Patienten an die Telemedizin spezifiziert werden, andererseits muss die Evidenz im tatsächlichen Versorgungskontext nachgewiesen sein (vgl. Hersh et al., 2002). Ergebniskriterien publizierter Studien lassen sich in der wissenschaftlichen Literatur in folgende Bereiche klassifizieren:ökonomische Kosten-Nutzenanalysen, die Untersuchung der klinischen Effektivität sowie der Qualität der klinischen Diagnostik, die Evaluation von Kommunikationsverläufen und technischen Abläufen sowie die große Spannbreite der Effekte für den Patienten (z.B. Lebensqualität)und die Ärzte sowie ihre Mitarbeiter (vgl. Schmidt &Koch, 2005). Hierbei muss eine Evaluation die Vielzahl der Settings der medizinischen Versorgung einbeziehen (ambulante und stationäre Versorgung, Rehabilitation etc.). Andernfalls muss die Spannbreite der Faktoren, die die Akzeptanz auf Seiten der Patienten moderieren, abgebildet werden, z.B. die Art und Schwere der Erkrankung, das Alter und der Berufsstand der Patienten etc.

In der Forschergruppe „Telemedizin und Versorgungsforschung “am Universitäts-krankenhaus Hamburg-Eppendorf sind eine Reihe von Evaluationsstudien zu telematischen Versorgungsnetzen durchgeführt worden. In der eValue Studie, die durch die Behörde für Wissenschaft und Gesundheit (BWG)der Stadt Hamburg unterstützt wurde, sind über das Hamburger Gesundheitsnetz vernetzte Applikationen evaluiert worden.

Aufgaben der Versorgungsforschung

Das vorliegende Evaluationsvorhaben ist im Bereich der Versorgungsforschung anzusiedeln (vgl. Bengel &Koch, 1980), und befindet sich an der Schnittstelle zur Technologiefolgenbewertung bzw. Usability-Forschung. Aufgabe der Versorgungsforschung ist es, ein Verständnis für Strukturen und Prozesse in der Regelversorgung sowie über die Kooperation und Koordination zu erhalten. Insbesondere sollen positive und negative Konsequenzen für Bedarfsgerechtigkeit, Kosten und Qualität der Versorgung vermieden werden (vgl. Badura und Kirch 2005). Die Aufgabe der Versorgungsforschung ist beispielsweise, den Weg eines Menschen mit speziellen Erkrankungen durch das Versorgungssystem zu beschreiben. Dies bezieht sich auf alle Bereiche, von der Prävention über ambulante und stationäre Heilbehandlung bis hin zur Rehabilitation. Innovative Versorgungskonzepte –wie die Einführung telematischer Netze –sind unter Bedingungen der Versorgungsroutine zu evaluieren (Koch und Schulz 2004). Zentrale Themenbereiche einer Versorgungsforschung betreffen Fragen des Zu- gangs und des Assessments (u.a. Bedarf, Inanspruchnahme, Zielgruppenspezifität), des Behandlungsprozesses (u.a. Leitlinien, Implementationsgrad, Dosiswirkung, Schnittstellen und Vernetzung)und des Outcomes (Effektivität, Effizienz, Kosten – Nutzen--Relationen).


2 Erhebung und Methodik von eValue

Methodisches Vorgehen von eValue

Aufgrund der Vielzahl der betroffenen technologischen Entwicklungen und Versorgungsprozesse ist das Evaluationskonzept von eValue multimodal und multidimensional ausgerichtet. Es werden sowohl Patienten, als auch Ärzte aus niedergelassenen und stationären Einrichtungen sowie auch technische Leiter einbezogen; die Ebenen der Evaluation beziehen sich auf strukturelle Voraussetzungen, Arbeitsprozesse der Beteiligten, die Effizienz der Anwendung sowie Abschätzungen des Aufwands (Kosten/Nutzen)und der Einfluss auf die Patientenversorgung aus der Perspektive der Patienten selbst. In eValue wurden folgende Komponenten erarbeitet:

  (1) Entwicklung und Prüfung von Testkriterien zur Evaluation
  (2) Analyse der Versorgungsrelevanz der Telematik
  (3) Entwicklung eines Computer basierten und Datenbank gestützten Instruments für die Anwenderbefragung, das auf andere Kontexte übertragund weiter entwickelbar ist
  (4) Durchführung einer Evaluationsstudie
  (4.1) Analyse des Verbesserung der ambulant-stationären Verzahnung
  (4.2) Stärkung der Rolle des Patienten
am Beispiel:
    - Fragen des Patientenschutzes
    - Rolle und Informationsgrad im Versorgungsprozess

  (4.3) Analyse des Einflusses auf die Arbeitsprozesse der Beteiligten
  (4.4) Überprüfung des Workflows an objektiven Kriterien (tat sächliche Nutzung)
  (4.5) Bewertung der strukturellen Voraussetzung
  (4.6) Kosten-Nutzen-Abwägungen der Beteiligten
  (5) Induktion von Veränderungen in der Entwicklung durch eValue
  (6) Herstellung eines Bezugs zur „Offensive Qualität“

In der Evaluationsstudie des Gesundheitsnetzes (eValue) der eingeführten telematisch gestützten Behandlung von Brustkrebspatientinnen in Hamburg wurden u.a. unterschiedliche Behandlungs-/Versorgungsformen (konventionell, zertifiziert vs. vernetzt über das Gesundheitsnetz) miteinander verglichen. Beteiligt waren verschiedene klinische Einrichtungen im Großraum Hamburg.

Im Rahmen von eValue wurde ein elektronisches Instrument entwickelt, das für weitere Evaluationsstudien im Rahmen der Implementierung telematischer Netze verwendet werden kann. Das Instrument liegt auch im Papierformat vor. ...

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Titel:
Evaluation der telematisch gestützten Kommunikation – Ergebnisse von eValue 1 Am Beispiel der Brustkrebsversorgung
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2007
Kontakt/Autor(en):Silke Schmidt, Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf
Seitenzahl:
 7
Sonstiges:

4 Abb., 4 Tabellen

Dateityp/ -größe: PDF / 402  kB 
Click&Buy-Preis in Euro: 0,50

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