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Diabetes Care Monitor: Ein neuer Informationsdienst liefert qualitätsgesicherte Daten und Trends PDF E-Mail

Diabetes Care Monitor: Ein neuer Informationsdienst liefert qualitätsgesicherte Daten und Trends der Diabetesversorgung in Deutschland

Thomas Baehring, Heinz Nagel, Werner A. Scherbaum

Deutsches Diabetes-Zentrum, Leibniz-Zentrum für Diabetes Forschung
an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf


Zusammenfassung

Die Diabetesversorgung in Deutschland befindet sich gegenwärtig in einem vielschichtigen Veränderungsprozess, der durch aussagekräftige und qualitätsgesicherte Daten dargestellt und begleitet werden muss. Das Deutsche Diabetes- Zentrum DDZ an der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf hat dafür einen Arbeitsbereich zur Versorgungsforschung eingerichtet, durch den kontinuierlich qualitätsgesicherte Daten zur ambulanten und stationären Diabetesversorgung erhoben, aufbereitet und publiziert werden. Das DDZ hat als Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung die dafür notwendige Expertise und Unabhängigkeit.

Die erhobenen Daten werden hinsichtlich Qualität und Aktualität evaluiert. Danach werden sie inhaltlich und grafisch aufbereitet und über den Online-Informationsdienst Diabetes Care Monitor dem interessierten Fachpublikum kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Bewertung und Weiterentwicklung der Diabetes-Versorgungsstrukturen können somit auf der Basis von aktuellen, qualitätsgesicherten und repräsentativen Daten erfolgen. Das Projekt wird unterstützt durch das Bundesministerium für Gesundheit.


Hintergrund

Auf dem Gebiet der Diabetesversorgung konnten in den letzen 15 Jahren in Deutschland erhebliche Fortschritte und Verbesserungen in der Struktur und Qualität erreicht werden. Ausgehend von der Deklaration der Weltgesundheitsorganisation WHO und der International Diabetes Federation IDF im Jahre 1989 wurde der Entwicklung Qualität sichernder Versorgungsstrukturen zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt. In Deutschland hatte die flächendeckende Versorgung der Diabetiker in der ehemaligen DDR eine viel beachtete Vorbildfunktion. In den folgenden Jahren wurden auf Initiative der Kassenärztlichen Vereinigungen auf Länderebene eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Diabetesversorgung zu verbessern. So kam es in einigen Bundesländern zum Abschluss so genannter Diabetes-Strukturvereinbarungen (z.B. in NRW, Sachsen), womit bereits erhebliche Struktur- und Qualitätsverbesserungen erreicht wurden. Parallel dazu wurde die Entwicklung evidenzbasierter Diabetesleitlinien aufgenommen, die die wissenschaftlichen Grundlagen für die neuen Versorgungsstrategien lieferten. Besonders zu erwähnen sind hier das strukturierte Leitlinienprogramm der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (Expertenleitlinien, Praxisleitlinien sowie Patienten- und Bürgerversion unter www.diabetes- deutschland.de) als auch die Entwicklung einer Nationalen Versorgungsleitlinie Diabetes mellitus unter Federführung der Bundesärztekammer.

Um die Strukturqualität der Diabetesversorgung deutschlandweit zu verbessern und flächendeckend zu sichern, wurde auf Initiative des Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung im Jahr 2003 mit der Einführung von Disease Management Programmen DMP zum Diabetes mellitus Typ 2 (und später auch zum Diabetes Typ 1) begonnen. Da die Einschreibung von Patienten mit Diabetes in ein DMP auch mit einer finanziellen Begünstigung durch den Risikostrukturausgleich verbunden ist, kam es in den folgenden Monaten zu umfangreichen Aktivitäten der Gesetzlichen Krankenkassen, um Versicherte mit Diabetes für die Teilnahme am DMP Diabetes zu gewinnen. Parallel dazu wurden die entsprechenden Versorgungsstrukturen (Ebene 1: Koordinierender Hausarzt, Ebene 2: Diabetes Schwerpunktpraxis, Ebene 3: Klinisches Diabeteszentrum) aufgebaut und Qualitätskriterien für die Teilnahme der Einrichtungen definiert.

Um unabhängige Informationen zur Entwicklung dieser neuen Versorgungsformen für Fachleuten und Betroffene bereitzustellen, wurde am Deutschen Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf im Jahr 2004 mit dem Aufbau eines neuen Forschungsbereiches zur Diabetesversorgung begonnen. Das Deutsche Diabetes-Zentrum ist das einzige Leibniz-Zentrum in Deutschland mit Schwerpunkt zum Diabetes mellitus und hat die notwendige inhaltliche und organisatorische Expertise und Unabhängigkeit, die für solch ein Monitoring der Diabetesversorgung notwendig sind. Unterstützt wurde diese Initiative durch einen entsprechenden Projektauftrag des Bundesministeriums für Gesundheit.

Im Versorgungsforschungsbereich am DDZ wurden unter anderem als neuer Schwerpunkt die Erhebung von qualitätsgesicherten Daten zur Struktur der Diabetesversorgung und deren problemorientierte Auswertung definiert. Diese Schwerpunktsetzung war für unser Land dringend angezeigt: Obwohl umfangreiche Daten zur Diabetesversorgung durch die unterschiedlichen Akteure zur Verfügung gestellt werden (z.B. durch das Bundesversicherungsamt, die kassenärztliche Vereinigungen, die Deutsche Diabetes-Gesellschaft etc. ), fehlten jedoch bislang eine systematische und deutschlandweite Analyse und Aufbereitung dieser Daten, um auf dieser Grundlage die realen Versorgungsangebote und regionale vorhandene Über-, Unter- oder Fehlversorgungen beschreiben und einschätzen zu können. ...

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Titel:
Diabetes Care Monitor: Ein neuer Informationsdienst liefert qualitätsgesicherte Daten und Trends der Diabetesversorgung in Deutschland
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2007
Kontakt/Autor(en):Thomas Baehring, Heinz Nagel, Werner A. Scherbaum

Deutsches Diabetes-Zentrum, Leibniz-Zentrum für Diabetes Forschung
an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
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