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Das Forschungsprojekt „Community Online Services and MObile Solutions“ (COSMOS) PDF E-Mail

Virtuelle Communities für Patienten – Das Forschungsprojekt „Community Online Services and MObile Solutions“ (COSMOS) – Teilprojekt Healthcare

Jan Marco Leimeister, Helmut Krcmar, Technische Universität München


1 Das Forschungsprojekt COSMOS – Teilprojekt Healthcare

Interaktionsbedürfnisse von Menschen lassen sich kaum in ein Korsett von Ort, Zeit oder inhaltlicher Zielrichtung pressen. Das menschliche Bedürfnis nach Integration ist „anytime, anyplace“ vorhanden und zudem inhaltlich unbeschränkt. Das gilt auch und insbesondere für Menschen, die sich einem ähnlichen Interesse, einer Zielrichtung oder einer Problemlage gegenüber sehen und sich daher in einer Gemeinschaft, einer Community zusammenfinden. Mobil verfügbare Internet-Zugangsgeräte werden dann zur Eintrittskarte in eine Gemeinschaft, die lebenslagenabhängig „anytime, anyplace“-Integration bieten kann und gleichzeitig die Grundlage für die Vision des Projektvorhabens Community Engineering darstellt. Auf dem deutschen Markt gab es bis dato keine nennenswerten Dienstleister, die sowohl den professionellen Aufbau als auch die Betreuung von Communities als ganzheitliche Dienstleistung anbieten. Im Fokus des Forschungsvorhabens COSMOS steht deshalb die systematische Konstruktion und Erprobung von Verfahren des „Community Engineering“ als neue, wissensintensive Dienstleistung. Das Ziel des Vorhabens besteht in der Entwicklung generischer Dienstleistungskonzepte für Entwicklung, Einführung und Betrieb von Virtuellen Communities im Gesundheitswesen. Dazu sind Pilotcommunities pilotiert und evaluiert worden. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die zentralen Forschungsergebnisse, die vollständigen Ergebnisse sind dem Buchband: „Community Services – Healthcare“ (Hrsg.: Krcmar, H., Reichwald, R., Schlichter, H. Baumgarten, U., Joseph Eul Verlag, Lohmar) zu entnehmen.

Im Rahmen von COSMOS Healthcare wurden Virtuelle Communities für Krebspatienten entwickelt, eingeführt und betrieben. Dadurch wurden längerfristige, wertbezogene Strategien der Bewältigung einer existenzkritischen Krankheitssituation durch eine netzunterstützte Community adressiert. Durch die integrative Betrachtung von Technologie-, Pilotierungs- und Betreiberkonzepten in dieser Anwendungsdomäne wurden zahlreiche für ähnliche Anwendungsbereiche im Gesundheitswesen übertragbare Erkenntnisse auf einer fundierten empirischen Basis erarbeitet. Das Projektvorhaben bündelt die Kompetenz wichtiger Wissensträger aus der deutschen Wirtschaft und Wissenschaft in den relevanten Teilgebieten der Wirtschaftsinformatik, der Dienstleistungsgestaltung, des Innovations- und Technologiemanagement sowie der Onkologie. Die Projektstruktur ist auf die interdisziplinäre Konzeption und nachhaltige Produktion der neuen Dienstleistung „Community Engineering“ innerhalb jeder Anwendungsdomäne angelegt.

Die existentielle Bedeutung des onkologischen Krankheitsbildes für die Patienten erfordert nach medizinischer und psychologischer Erstbetreuung eine informatorische und emotionale Nachbetreuung in einer Virtuellen Community. Diese Nachbetreuung ist Gegenstand des Teilprojektes Healthcare Community Engineering: Es reflektiert die Lebenslage eines aus der Klinik entlassenen Patienten sowie seiner Angehörigen und richtet ein professionelles Angebot zertifizierter Information und emotionaler Integration in eine Gemeinschaft an die Patienten, die jederzeit (d. h. auch während Rehabilitationsmaßnahmen, oder am Wohnort bei eingeschränkter Mikromobilität) über das Internet erreichbar ist. Als Ergänzung bzw. Fortsetzung einer telefonischen Beratung (wie sie beispielsweise vom Krebsinformationsdienst KID im Deutschen Krebsforschungszentrum angeboten wird) kann dem Patienten diese Integrationsleistung durch eine Community-Plattform mit emotionalen und informatorischen Ressourcen angeboten werden, das für die Patienten jederzeit erreichbar ist und von den Projektpartnern als Kommunikations- und Beratungsinstrument genutzt wird. Gleichwohl erscheint es gerade im Gesundheitsbereich auf den ersten Blick äußerst schwierig, die häufig auf Elementen wie Vertrauen und Empathie aufbauende Interaktionsstruktur mit Informationstechnologie zu unterstützen. Dennoch sehen viele Teilnehmer einen Mehrwert durch den vom Ort unabhängigen Informationsaustausch mit Betroffenen (die nicht im lokalen Arbeitskreis anwesend sein können bzw. wollen oder sich in anderen Arbeitskreisen engagieren). Die Rolle des Community-Managers sehen wir an dieser Stelle bspw. in der aktiven Herstellung von Verbindungen zwischen Teilnehmern unterschiedlicher Communities oder der Einbindung externer Experten.

Den spezifischen Eigenschaften einer solchen Gruppe muss in allen Fällen Rechnung getragen werden. ...

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Titel:
Virtuelle Communities für Patienten – Das Forschungsprojekt „Community Online Services and MObile Solutions“ (COSMOS) – Teilprojekt Healthcare
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2006
Kontakt/Autor(en):Jan Marco Leimeister, Helmut Krcmar, Technische Universität München
Seitenzahl:
6
Sonstiges:

2 Abb.

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