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Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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Standardisierung klinischer Forschungsdaten auf Basis von CDISC PDF E-Mail

Standardisierung klinischer Forschungsdaten auf Basis von CDISC als Voraussetzung für eine bessere Integration von Forschung und Versorgung

Johannes Drepper, Sebastian Claudius Semler
Telematikplattform für medizinische Forschungsnetze (TMF) e. V., Berlin


Perspektive der elektronischen Kommunikation im Gesundheitswesen

In den letzten Jahren ist im deutschen Gesundheitswesen eine eindeutige Tendenz festzustellen: IT-Systeme in Krankenhäusern, Arztpraxen und weiteren Institutionen beginnen „miteinander zu reden“. Die Zeiten von isolierten Abteilungssystemen sind ebenso vorbei wie die Beschränkung von IT-Systemen auf die Verwaltung einfachster Personen- und Abrechnungsdaten. Papierausdrucke von primär bereits digital vorhandenen Dokumenten sind für Kommunikationsvorgänge fast ebenso obsolet wie der Versand und Transport von Disketten und ähnlichen Datenträgern. Das Wort Schnittstelle ist vom verpönten Unwort zu einer Selbstverständlichkeit geworden; auch „all-in-one“-Systeme kommen ohne interne wie externe Schnittstellen nicht mehr aus. Das Zeitalter der elektronischen Kommunikation im Gesundheitswesen hat endgültig begonnen.

Die Hintergründe dieser Tendenz sind vielfältig: Wesentliche Impulse kommen vom Gesetzgeber, der mit der Einführung des DRG-Systems in den Krankenhäusern eine Abteilungen übergreifende Betrachtung und eine enger an die medizinischen Inhalte gekoppelte Abrechnungsweise angestoßen hat. Dafür wurde eine Abteilungen übergreifende IT- und Kommunikationslogik notwendig. Auch die Vorgaben und Zielsetzungen zur Integrierten Versorgung wie die „Elektronifizierung“ behördlicher Meldevorgänge in der Medizin erweitern das Spektrum der Kommunikation medizinischer Inhalte.

Schließlich prägt die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und der ihr zugrunde liegenden Telematikinfrastuktur die Perspektive für die IT im Gesundheitswesen: Viele hoch komplexe Kommunikationsvorgänge stehen im Fokus dieser Infrastrukturmaßnahme. Einige der avisierten Kommunikationsszenarien basieren auf den sogenannten „freiwilligen Anwendungen“ und werden wohl erst in späteren Projektstufen umfassend realisiert. Das erklärte Ziel ist aber die Etablierung von logischen elektronischen Patientenakten, die die behandlungsrelevanten Daten zu einem Patienten möglichst vollständig zusammenführen und verfügbar machen.

Auch die gesellschaftlichen Veränderungen spielen hier eine Rolle: Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Zahl der privaten Internet-Anschlüsse jährlich nahezu verdoppelt. In der Erörterung von Gesellschaftsentwicklung, technologischer Infrastruktur und Wettbewerbsfähigkeit wird mittlerweile nicht mehr diese Zahl diskutiert, sondern nur noch die Anzahl breitbandiger Internetzugänge (u. a. DSL). Die derzeit stark zunehmende Verbreitung des drahtlosen Zugangs (WLAN, UMTS usw.) zu Internet und Intranet wird die Nutzung und die Angebote von Online-Anwendungen weiter vorantreiben.

Damit einher geht die zunehmende Verfügbarkeit von Basistechnologien (J2EE, XML, SOAP usw.), die eine ökonomische Entwicklung und den sicheren Betrieb komplexer und verteilter Anwendungen erst ermöglichen. Mit Hilfe dieser Technologien wird eine nahtlose „application integration“ in vernetzten Systemen immer häufiger Wirklichkeit.

Elektronische Kommunikationsvorgänge sind somit im Alltag spürbar geworden – von der elektronischen Kinoticket-Reservierung über Reisebuchungen im Internet bis hin zum sensiblen Bereich des Online-Bankings und der elektronischen Steuermeldung (ELSTER). Vor diesem Hintergrund und mit den vorhandenen Sicherheitstechnologien sind auch elektronische Kommunikationsvorgänge, sowohl was technologische Verfügbarkeit als auch gesellschaftliche Akzeptanz betrifft, im Gesundheitswesen über vorhandene Netze zunehmend einfacher umsetzbar.

Zugleich rückt ein weiterer Teilnehmer medizinischer Kommunikationsvorgänge ins Blickfeld, der bislang bei der Gestaltung von IT-Landschaften im Gesundheitswesen noch kaum eine Rolle gespielt hat: der Patient selbst. Ein Patient und Bürger mit Zugang zum Internet und dem Willen, diesen auch für seine medizinische Versorgung und Information zu nutzen, bietet völlig neue Gestaltungsoptionen für Kommunikationsvorgänge und Geschäftsmodelle, die vor wenigen Jahren noch als unrealistisch eingestuft worden wären.

Sollen die Kommunikationsvorgänge jedoch medizinisch wie wirtschaftlich sinnvoll sein, so ist die Verwendung strukturierter Daten eine notwendige Voraussetzung, da nur so eine automatisierte Weiterverarbeitung der Daten möglich ist. Dies ist besonders wichtig, wenn Daten mehrfach und in unterschiedlichen Kontexten genutzt werden sollen. Ein einfacher Austausch von TIFF- oder PDF-Dateien (oder gar Word-Dokumenten) unterstützt die heute nötigen und möglichen Kommunikations- und Dokumentationsprozesse nur unzureichend. Beispielsweise führt ein elektronisch versendeter Untersuchungsbericht in Form eines PDF-Dokuments nicht zu einer befriedigenden Prozessoptimierung, wenn das empfangende IT-System nicht automatisch allgemeine Patientenangaben, die Fragestellung, den Befund, die relevanten Diagnosen, wichtige Untersuchungsparameter usw. entnehmen kann.

Zusammengefasst lässt sich festhalten:

  • Die elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen wird – unter Einbeziehung des Patienten – in den nächsten Jahren stark zunehmen
  • Der Umfang der zu kommunizierenden medizinischen Inhalte wird im Verhältnis zum rein administrativen Anteil deutlich zunehmen. Damit geht eine erhebliche Steigerung des Komplexitätsgrads der Kommunikationslösungen einher
  • Es wird zunehmend wichtiger, Datenschicht und Präsentationsschicht sauber zu trennen, um eine Adressaten gerechte Verarbeitung auch jenseits des ursprünglichen Kontextes zu gewährleisten ...


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Titel:
Standardisierung klinischer Forschungsdaten auf Basis von CDISC als Voraussetzung für eine bessere Integration von Forschung und Versorgung
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2006
Kontakt/Autor(en):Johannes Drepper, Sebastian Claudius Semler
Telematikplattform für medizinische Forschungsnetze (TMF) e. V., Berlin
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