Stimmen zum Telemedizinführer Deutschland

..."Dieses Sammelwerk beschreibt seit Jahren die Entwicklungen der Gesundheitstelematik mit den maßgeblichen Stimmen von Systementwicklern und Meinungsführern in Deutschland. Ein informatorischer Referenzstandard!"...
 

Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

Das Praxisnetz Nürnberg Nord PDF E-Mail
Das Praxisnetz Nürnberg Nord

Veit Wambach, Vorsitzender des Praxisnetzes Nürnberg Nord

Das Praxisnetz Nürnberg Nord ist aus der Zusammenarbeit eines Qualitätszirkels zum Thema „Neue Formen der Kooperation“ hervorgegangen. Sehr schnell haben die beteiligten Ärzte erkannt, dass Defizite und Qualitätseinbußen in der medizinischen Versorgung oftmals auf eine mangelnde Kooperation und Kommunikation zwischen den einzelnen Leistungserbringern bzw. -sektoren zurückzuführen sind. Diese Erkenntnis führte 1997 zur Gründung des Praxisnetzes Nürnberg Nord (PNN).

Das PNN ist ein Zusammenschluss von derzeit rund 180 Haus- und Fachärzten jedweder Fachrichtung, das zudem eine sehr enge, auch auf vertraglicher Basis definierte Zusammenarbeit mit dem Partnerkrankenhaus St. Theresien in Nürnberg unterhält. Das Einzugsgebiet im Norden der Stadt Nürnberg umfasst 125.000 zu versorgende Einwohner. Dies entspricht rund ein Viertel der Bevölkerung Nürnbergs.

Das PNN versteht sich als medizinische Qualitätsgemeinschaft mit dem Ziel, die Versorgungsqualität in der ambulanten Versorgung zu optimieren. Dabei ist der Fokus nicht auf einzelne Indikationen beschränkt, sondern auf den gesamten Versorgungsprozess gerichtet.

Das Bemühen im PNN um eine Verbesserung der ambulanten Versorgung steht unten dem Primat von

  • Humanität/Patientensouveränität (Patientenbefragungen, Ombudsmann, Riskmanagement...)
  • Qualität (Leitlinienbezogenes Arbeiten, evidence-based-medicine, Qualitätsmanagement...)
  • Wirtschaftlichkeit (Behandlung in gestuften und Sektoren übergreifenden Versorgungsketten Hausarzt / Facharzt / Krankenhaus/komplementärer Bereich, Koordination, Controlling...)

Unsere IT-Erfahrungen

Seit der Gründung des Praxisnetzes im Jahr 1997 ist es konzedierte Meinung, dass an einem telematischen Zusammenschluss der Mitgliedspraxen kein Weg vorbei führt. Aus diesem Grund haben wir in Kooperation mit der Firma Siemens erste Erfahrungen mit deren System „Medstage“ gesammelt. Leider zeigte es sich sehr schnell, dass mit dem Einsatz des Systems keine Effizienzpotenziale im Praxisablauf gehoben werden konnten. Grundproblem war, dass bei der extremen Heterogenität der Praxis-EDV-Systeme eine Kooperation zwischen den Mitgliedspraxen daran scheiterte, dass einerseits Daten aus der Praxis-EDV nicht in einen versandfähigen Zustand gebracht werden konnten, andererseits das Arbeiten mit stand-alone-PCs gleicher Art nicht die erforderliche Akzeptanz im Praxisalltag finden konnte.

Aufgrund dieser Erfahrungen wurde dem ersten Grundsatz ein Zweiter hinzugefügt: Eine EDV-technische Vernetzung muss Effizienzpotentiale in der täglichen Praxisarbeit bringen, sie muss die Versorgungssteuerung des Patienten unterstützen und die Mitgliedspraxen in die Lage versetzen, über einfache Schritte aus der Praxis-EDV heraus Praxisdaten zu produzieren.

Hier scheinen sich neuerdings praktikable Lösungen abzuzeichnen.

Unser Projekt Qualität und Effizienz

In Weiterentwicklung unseres seit 1999 bestehenden Vertragswerks haben wir in Zusammenarbeit mit der AOK Bayern und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns ein innovatives Versorgungssystem entwickelt: das Projekt „Qualität und Effizienz – QuE“. Im Kern geht es darum, dass das Praxisnetz Nürnberg Nord für eingeschriebene Versicherte der AOK nicht nur die Verantwortung für die Qualität der medizinischen Versorgung, sondern auch die Finanzverantwortung für fast alle Leistungsbereiche übernimmt.

Bei den immer knapper werdenden Ressourcen im Gesundheitswesen muss sich jeder, der an einer Integrierten Versorgung beteiligt ist die Frage stellen, wie Patienten mit möglichst hoher Qualität und Effizienz behandelt werden können. Aus unserer Sicht ist die Übernahme der medizinischen und wirtschaftlichen Verantwortung für eingeschriebene Versicherte der geeignete Rahmen, eine Integrierte Steuerung zu Gunsten von mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit zu ermöglichen. Dabei müssen wir Anreize setzen, die Behandlungsprozesse über alle Fach- und Institutionsgrenzen hinweg effizient zu steuern. Hierfür ist eine intensive Abstimmung zwischen allen Beteiligten, aber auch ein effizientes, zeitnahes, EDV-unterstütztes Controlling unerlässlich.

Controlling im Projekt QuE bedeutet hierbei weit mehr als reine Kontrolle. Vielmehr soll durch die Integration aller Teilfunktionen, also Planung, Information, Kontrolle und Steuerung, ein fortwährendes Denken in einem Regelkreis erreicht werden, in dem Feedback und das Aufzeigen von Verbesserungspotenzial gegenüber der teilnehmenden Praxen der wichtigste Bestandteil ist. Ein funktionierendes Netzcontrolling stellt somit ein wichtiges Managementinstrument dar, mit dessen Hilfe eine stetige Weiterentwicklung der einzelnen Praxen und des Netzes als Gesamtheit ermöglicht wird.

elektronische Gesundheitskarte:

Die Ziele, die mit der Gesundheitskarte verfolgt werden, nämlich

  • Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung
  • Verbesserung patientenorientierter Dienstleistungen
  • Stärkung der Eigenverantwortung, Mitwirkungsbereitschaft und -initiative der Patienten
  • Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Leistungstransparenz
  • Bereitstellung von aktuellen gesundheitspolitischen Informationen

sind nach unserer Auffassung von außerordentlicher Bedeutung auch in Hinblick auf unser Projekt QuE. Wenn es gelingt zum 01.01.2006 die elektronische Gesundheitskarte flächendeckend einzuführen, haben wir erstmals die Möglichkeit, Gesundheitsdaten über ein elektronisches Speichermedium verfügbar zu machen. In diesem Zusammenhang befürworten wir eine umfassende Dokumentation medizinischer Tatbestände in einer digitalen Patientenakte. Informationen über eingenommene Arzneimittel, chronische Erkrankungen, aktuelle Diagnosen, Impfungen usw. erleichtern einen Gesamtüberblick über den Gesundheitszustand des Patienten. Das elektronische Rezept als ein Tool der Gesundheitskarte hat eine effiziente und z.B. durch Wechselwirkungsmanagement Qualität steigernde Pharmakotherapie zum Ziel.

Im Rahmen eines fachübergreifenden Steuerungsprozess setzen wir große Hoffnungen in die elektronische Gesundheitskarte, die erstmals medizinische Sachverhalte über eine einheitliche Architektur flächendeckend zur Verfügung stellt, wodurch immer wieder angebotene Insellösungen überwunden werden können.

Dass der Patient der Herr der Daten sein wird, ist nach unserer Meinung unerlässlich im Sinne der von uns angestrebten Patientensouveränität und ohne Alternative im Rahmen einer vertrauensvollen Arzt-Patientenbeziehung. Auf dieser Basis werden wir unsere Patienten vom Nutzen der Gesundheitskarte überzeugen können.


Kontakt
Dr. Veit Wambach
Flataustr. 25
90411 Nürnberg
Tel.: 09 11/5129 28
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