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Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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Elektronische Gesundheitsakte und Telematikplattform – Sektorübergreifende Integration im Gesundheitswesen

Nanda Geelvink, InterComponentWare AG

Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte im Jahr 2006 ist auch die elektronische Gesundheitsakte immer mehr in den Fokus der Diskussionen gerückt. Eine patientenfokussierte elektronische Gesundheitsakte gewinnt an Wert, wenn relevante Gesundheitsdaten von allen Akteuren im Gesundheitswesen automatisch hineinfließen, also auch vom behandelnden Arzt des Vertrauens, dem Therapeuten oder Fitness Trainer eingesehen werden können. Die Entwicklung einer umfassenden Telematikplattform schafft erweiterte Möglichkeiten.

Die elektronische Gesundheitsakte ist eine unter der Kontrolle des Patienten befindliche, jederzeit verfügbare Kopie aller relevanten Daten der Krankengeschichte. Außerdem enthält sie Daten aus dem Präventionsbereich, wie z. B. Ernährungs- und Trainingspläne, sowie Gesundheitsparameter von Home-Care-Geräten.1 Eine durchgängig dokumentierte Gesundheitshistorie verschafft dem Patienten und dem behandelnden Arzt schneller einen Überblick über den Gesundheitsstatus. Durch den digitalen Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Institutionen und niedergelassenen Ärzten können Verzögerungen oder Doppeluntersuchungen vermieden werden. In der amtlichen Begründung des § 68 des GKV-Gesetzes heißt es zum Einsatz elektronischer Gesundheitsakten: „Der Versicherte wird in die Lage versetzt, sektorübergreifend den Leistungserbringern relevante medizinische Informationen einschließlich vorheriger Befunde zur Verfügung zu stellen.“2 Die Behandlungsqualität und -sicherheit wird letztendlich erhöht.

Die webbasierte, offene und wachstumsfähige Telematikplattform des e-Health Anbieters InterComponentWare (ICW), in deren Zentrum die elektronische Gesundheitsakte LifeSensor steht, ist ein Integrationsmedium, über das Daten und Dokumente zwischen den verschiedenen Institutionen des Gesundheitswesens, niedergelassenen Ärzten und Patienten ausgetauscht werden. Ein vom Versicherten gesteuertes umfangreiches Berechtigungskonzept regelt den Zugriff verschiedener Gesundheitsdienstleister auf die Akte. So kann der behandelnde Arzt die individuellen Gesundheitsdaten des Versicherten in der digitalen Akte erfassen, beziehungsweise einsehen.

Die Telematikplattform unterstützt darüber hinaus offene Schnittstellen und Integrationsszenarien. Über die WebAPI-Technologie werden vorhandene Krankenhausinformationssysteme, Praxisverwaltungssysteme und Warenwirtschaftssysteme der Apotheken sektorübergreifend integriert. Behandlungsdaten und verschiedene Dokumente, wie elektronische Arztbriefe, Röntgenbilder, Laborwerte oder Therapiepläne, aber auch Online DMP-Bögen im Rahmen von Disease-Management-Programmen können zwischen den integrierten Systemen ausgetauscht und optional in die elektronische Akte des Patienten übertragen werden.

Eine wichtige Voraussetzung für die Etablierung einer webbasierten Telematikplattform und der elektronischen Gesundheitsakte ist die Anbindung an die elektronische Gesundheitskarte. Die Telematikinfrastruktur des deutschen Gesundheitswesens darf sich, wie vom Gesetzgeber gefordert, „nicht auf die Gesundheitskarte beschränken, sondern muss migrationsfähig weitere Telematikanwendungen berücksichtigen.“3 Elektronische Gesundheitsakten bieten als zusätzliche serverbasierte Lösung „einige Vorteile gegenüber Gesundheitskarten und stellen im Rahmen einiger spezieller Zielsetzungen langfristig den effizienteren und wirtschaftlicheren Lösungsweg dar.“4 Daher wird LifeSensor die Lösungsarchitektur, die derzeit von der F+E Initiative der Fraunhofergesellschaft entwickelt wird, und die technischen Grundlagen der Gesundheitskarte berücksichtigen. Der Fokus liegt auf der Unterstützung wichtiger Teilkomponenten der Telematikinfrastruktur: Über den von der ICW entwickelten bIT4health Connector („Medical NTBA“) können bereits jetzt die aktuellen Vertragsdaten des Versicherten und der Zuzahlungsstatus abgerufen werden. Darüber hinaus wird die Implementierung der WebAPI-Schnittstellentechnologie und die Integration der Gesundheitsakte in die Telematikinfrastruktur angestrebt. Eine Minimalausführung der LifeSensor Akte, angebunden an ein Kartenmanagement-System, stellt eine sichere und anerkannte Backup-Funktion der elektronischen Gesundheitskarte dar. Die schon beschriebenen Vernetzungsmöglichkeiten sind wichtige Mehrwertdienste. ICW wird gemeinsam mit Partnern weitere Plattform Services anbieten, wobei die Kompatibilität mit dem bIT4health Connector entscheidend ist.

Deutlich ist, dass eine elektronische Gesundheitsakte, eingebunden in eine webbasierte Telematikplattform, die mit der Infrastruktur des deutschen Gesundheitswesens integrierbar ist, umfassende Mehrwerte für alle Beteiligten bietet.

Fußnoten

1 vgl. C. Peter Waegemann, CEO des Medical Records Institute, Mass., USA, zu Electronic Health Records (EHR) http://www.himss.org/
2 Amtliche Begründung, § 68, Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung
3 Amtliche Begründung, § 291a, Abs. 7, Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung
4 vgl. Paul Schmücker in Jäckel (Hrsg.) Telemedizinführer Deutschland, Ober-Mörlen, Ausgabe 2005, S. 15


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