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Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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vita-X – Die persönliche Gesundheitsakte PDF E-Mail
Von meinem Arzt für meine Gesundheit

Jürgen Riebling, Geschäftsführer der CompuGROUP Health Services GmbH



„Wie von unsichtbarer Hand geführt, entsteht ein engmaschiges Sicherheitsnetz für Ihre Gesundheit!“ Welche Aussichten! Und weiter: „Ein andauernder Informationsaustausch zwischen Ihren Ärzten ist sichergestellt. Das ist Ihr persönlicher Vorteil, denn Sie steuern mit Ihrer Akte den Informationsfluss rund um Ihre Gesundheit.“ Beifall! Langer Beifall!

Die Patientenvertreterinnen und -vertreter, die auf Einladung von Malu Dreyer, der Ministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, am „Patiententag 2005“ teilnehmen, sind angetan. Ihnen ist soeben das Trierer Modellprojekt der elektronischen Gesundheitskarte vorgestellt worden. Im Mittelpunkt des Interesses: die elektronische Gesundheitsakte vita-X mit ihren Vorteilen und Vereinfachungen im Verhältnis Patient-Arzt. Die Kommentare fallen einhellig aus: „Das haben wir schon lange gefordert! Diese Akte hilft ja wirklich sowohl den Patienten als auch den Ärzten.

Einer der am Modellprojekt teilnehmenden Mediziner, der Allgemeinarzt Dr. Michael Siegert, bestätigt das unmittelbar: „Nach unseren Erfahrungen hier vor Ort verbessert sich die ärztliche Dokumentation und der Informationsfluss zwischen den Ärzten wird beschleunigt. Hinzu kommt die verbesserte Arzneimittel- und Therapiesicherheit, die letztendlich der Patientenversorgung zu Gute kommt.“

Das Modellprojekt in Trier – eine einzige Erfolgsgeschichte? Nun, diese Frage wird abschließend erst nach Ablauf des Projektes beantwortet werden. Doch schon jetzt wird ersichtlich, dass sich für Projektbeteiligte und Beobachter ein positives Szenario darstellt.

Projektbeschreibung

Im Rahmen der Vorbereitung auf die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wird in der Trierer Modellregion schwerpunktmäßig die elektronische Gesundheitsakte getestet, konkret das Produkt vita-X aus dem Hause CompuGROUP Health Services GmbH. Diese elektronische Akte ermöglicht die Ablage von Befund-Dokumentationen, Diagnosen, Verordnungen und Überweisungen verschiedener Ärzte für einen Patienten. Projektbeteiligte sind außer der CompuGROUP Health Services GmbH das Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit Rheinland Pfalz sowie die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz. Über die reine Erprobung hinaus liegen die Ziele darin, Akzeptanz bei den Versicherten zu gewinnen und grundlegende Erfahrungen im Umgang mit der Akte zu sammeln, die am Ende zu weiteren Verbesserungen führen.

Projektregion und Projektumfang

In Trier und Umgebung wächst die Zahl der teilnehmenden Patienten kontinuierlich. Nach Abschluss aller technischen Vorbereitungen und Installationen in den teilnehmenden 15 hausärztlichen, 30 fachärztlichen Praxen und zwei Kliniken hatten sich bereits nach wenigen Wochen rund 500 Patienten angemeldet. Diese Zahl wird weiter zunehmen, da sich bei reibungslosem Betrieb die Zahl der Interessenten stetig erhöhen wird. Beteiligt ist zudem das Gesundheitsamt Trier. Die Einbindung der Apotheken mit der Nutzung des elektronischen Rezepts ist ebenfalls vorgesehen.

Projektdauer

Der Startschuss zum Projekt fiel Ende 2004 durch die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer. Zunächst ist das Projekt bis Ende 2006 angelegt. Das gilt für die elektronische Gesundheitsakte vita-X. Sind dann weitere Anwendungen wie das elektronische Rezept verfügbar, werden sie in das laufende Projekt einbezogen und getestet. Inwieweit das die Projektdauer verlängert, ist derzeit nicht absehbar.

Roll out

Aufgabe der vita-X-Gesundheitsakte der Firma CompuGROUP Health Services GmbH in Koblenz ist, die medizinische Geschichte eines Patienten lebenslang zu dokumentieren. Die Vorteile für die Patienten:

  • Alle behandelnden Ärzte eines Patienten werden sicher über medizinische Daten wie Diagnosen, Befunde oder Röntgenbilder informiert.
  • Die Qualität der Behandlung wird durch die Verringerung des Risikos auf Grund fehlender oder falscher Informationen deutlich verbessert.
  • Die Arzneimittelsicherheit für Patienten steigt, denn mit jeder Verschreibung wird geprüft, inwieweit Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bestehen, die dieser Patient einnimmt. Weiterhin erfolgt eine Überprüfung von Gegenanzeigen, die bei der Verordnung des Medikamentes beachtet werden sollten.
  • Mit vita-X haben die teilnehmenden Patienten die Möglichkeit, den Informationsaustausch zwischen ihren Ärzten wesentlich zu verbessern und zu vereinfachen.


Interessierte Patienten melden sich bei ihrem Hausarzt zur Teilnahme am Modellprojekt an und erhalten ihre vita-X-Karte auf dem Postweg zugesandt. Die Daten der aktuellen Krankenversichertenkarte werden auf die vita-X-Karte übernommen. Die vita-X-Karte ist der Schlüssel für die Führung der elektronischen Gesundheitsakte. Sie enthält die für den Zugriff auf die elektronische Gesundheitsakte erforderlichen Angaben. Nur über die vita-X-Karte können die zentral gespeicherten Daten des Patienten zugeordnet und entschlüsselt werden. So kann jeder Teilnehmer selbst entscheiden, welchem Arzt oder welcher Ärztin er die Inhalte der Gesundheitsakte zugänglich macht. Zu dieser Karte gehört eine vierstellige Geheimzahl (PIN), mit der ausschließlich der Patient das Lesen und Schreiben auf der Karte freigeben kann. Die medizinischen Informationen werden in Abstimmung mit den Patienten aus der Praxiskartei der behandelnden Ärzte übernommen, dazu gehören:

  • Befunde
  • Diagnosen
  • Labordaten
  • Röntgenbilder
  • Vorerkrankungen
  • Verordnungen von Medikamenten
  • Arztbriefe
  • Notfalldaten

Diese Informationen werden mit der Karte verschlüsselt und ohne Bezug zu den Personendaten auf abgesicherten, zentralen vita-X-Servern gespeichert, die von der Firma Telemed betrieben werden. Somit ist sichergestellt, dass die Patientendaten ausschließlich mit Karte und PIN entschlüsselt und gelesen werden können. Wenn dann im Jahr 2006 die elektronische Gesundheitskarte an alle Versicherten ausgegeben wird, bzw. im Rahmen des Modellprojektes auch früher, kann diese die Funktion der heutigen vita-X-Karte übernehmen. Die komplette vita-X-Gesundheitsakte steht allen teilnehmenden Patienten und Ärzten auch weiterhin zur Verfügung, wenn dies vertraglich vereinbart wird.

Projektorganisation/Träger/ Projektkoordination

Anlässlich des Modellvorhabens hat die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz ein Projektbüro mit zwei Mitarbeitern eingerichtet, die die teilnehmenden Praxen für die Dauer des Projektes betreuen. Um den individuellen Aufwand der teilnehmenden Praxen, der unter anderem die Gewinnung der Patienten und die Anschaffung neuer Hardware beinhaltet, zu unterstützen, stellt die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz 800 Euro für jeden teilnehmenden Arzt zur Verfügung. Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz sieht sich nach eigenen Angaben als Motor für diese Innovation.

Beteiligte Institutionen der Selbstverwaltung

Außer der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz haben sich auch die folgenden Institutionen bereit erklärt, das Modellprojekt „Elektronische Gesundheitskarte Rheinland-Pfalz“ in der Region Trier zu beraten und zu unterstützen:

  • Landesärztekammer Rheinland-Pfalz
  • Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz
  • Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz
  • Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz
  • Apothekerverband
  • gesetzliche und private Krankenkassen
  • Landeskrankenhausgesellschaft.


Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz dokumentieren die beteiligten Institutionen der Selbstverwaltung somit, dass sie kompetente und verlässliche Partner im sozialen Gefüge sind.

Beteiligte Industriepartner

Industriepartner im Modellprojekt Trier ist die CompuGROUP Health Services GmbH, eine 100-prozentige Tochter der CompuGROUP Holding Aktiengesellschaft mit Sitz in Koblenz. Arbeitsschwerpunkt der 1998 gegründeten CompuGROUP Health Services GmbH ist die Entwicklung der elektronischen Gesundheitsakte vita-X.

Eingesetzte Primärsysteme

Als Primärsysteme werden vor allem die Programme der CompuGROUP-Tochterunternehmen ALBIS, CompuMED, MEDISTAR und TurboMed eingesetzt, die alle über entsprechende technische Schnittstellen zu vita-X verfügen. Zusätzlich haben bereits Nutzer von anderen Arztinformationssystemen die Möglichkeit, die vita-X-Akte einzusehen und auszudrucken. Das gilt auch für die beiden Krankenhäuser, die seit September angeschlossen sind.

Technische Vorgaben

Die notwendige Software für vita-X wird den teilnehmenden Ärzten kostenlos zur Verfügung gestellt. Mit ihrer Hilfe erfolgt der Datenaustausch zwischen Arztinformationssystem und vita-X. Erforderlich ist darüber hinaus noch ein so genannter Router. Kommt es nun zu einer Verbindung, werden die Grunddaten eines Patienten aus der Arztsoftware an die vita-X-Software übertragen. Diese stellt mit Hilfe des angesprochenen Routers die Verbindung zum vita-X-Server her. Die Schnittstelle zwischen der vita-X-Software und dem Arztinformationssystem ist offen gelegt, so dass jede Praxis- oder Krankenhaussoftware an vita-X teilnehmen kann.

Zeitpläne und Planungen

Nach dem derzeitigen Stand der Planung <Sommer 2005> wird im Jahr 2006 eine weiterentwickelte Krankenversicherungskarte mit medizinischen Daten im Gesundheitswesen schrittweise in Deutschland eingeführt. Die Einführung dieser elektronischen Gesundheitskarte bedarf der intensiven fachlichen und technischen Vorbereitung. Hierzu dienen Abstimmungen auf Bund- und Länderebene und die Durchführung von Testvorhaben, wie eben dem Modellprojekt in Rheinland-Pfalz. Es wurde am 29. November 2004 in der Region Trier gestartet und läuft bis Ende 2006.

Besonderheiten

Während die Akte vom Arzt geführt wird, hat der Patient als Inhaber der Karte die Datenhoheit inne. So werden ausschließlich die gemeinsam mit dem behandelnden Arzt definierten Datensätze in der Akte gespeichert. Dabei ist zwischen Karte und Akte zu unterscheiden. Auf der als Schlüssel fungierenden Karte befinden sich nur die Zugriffsinformationen und die Angaben zur Entschlüsselung. Die Daten werden also durch eine verteilte und verschlüsselte Speicherung ohne Patientenbezug geschützt. Zudem erfolgt der Transport der Daten über eine sichere Verbindung (VPN). Eine Zuordnung der Daten zu einem Patienten kann wie beschrieben nur mit Hilfe der Karte und der Geheimnummer erfolgen. Die Landesdatenschutzbehörde Rheinland-Pfalz hat ausdrücklich anerkannt und bestätigt, dass alle Vorschriften eingehalten werden.


Kontakt
Jürgen Riebling

Geschäftsführer CompuGROUP
Health Services GmbH
Maria Trost 21
56070 Koblenz
Tel.: 02 61/ 80 70 03 02
Fax: 02 61/ 80 70 03 51
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