Stimmen zum Telemedizinführer Deutschland

..."Dieses Sammelwerk beschreibt seit Jahren die Entwicklungen der Gesundheitstelematik mit den maßgeblichen Stimmen von Systementwicklern und Meinungsführern in Deutschland. Ein informatorischer Referenzstandard!"...
 

Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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SITE – Das Innovationsmilieu für Telemedizin stärken PDF E-Mail


Christine Carius-Düssel (1), Sie-Youn Lee (2), Carsten Schultz (2), Martin Schultz (1), Jörg Pelleter (3), Thomas Becks (4), Thomas M. Helms (3)
1 Charité Universitätsmedizin Berlin, Telemedizincentrum TMCC, Berlin
2 Technische Universität Berlin, Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement
Prof. Dr. H.G. Gemünden, Berlin
3 Deutsche Stiftung für chronisch Herzkranke, Fürth
4 Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE, Frankfurt am Main


Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken im Gesundheitswesen ist Treiber für mehr Effizienz und Qualität. Telemedizinische Kompetenznetzwerke und innovative medizinische Dienstleister transferieren medizinisches Expertenwissen von Kompetenzzentren in die Peripherie und schaffen die Basis für eine qualitativ hochwertige Versorgung. Das wirtschaftliche Potenzial von telemedizinischen Anwendungen ist riesig. Dennoch halten sich die Anzahl wirklicher Routineanwendungen und damit der volkswirtschaftliche Effekt in Grenzen. Im Rahmen des Projektes SITE (Schaffung eines Innovationsmilieus für Telemedizin) sollen die Ursachen hierfür festgestellt werden. Darauf aufbauend werden Konzepte und Maßnahmen entwickelt, die die Anbieter von Technik und Dienstleistung sowie die Anwender (wie z. B. Ärzte, Krankenhäuser, Patienten, Krankenkassen) darin unterstützen, telemedizinische Projekte, Produkte und Dienstleistungen in die Routine zu überführen.

Die Herausforderungen

Die Telemedizin ist durch eine Vielzahl von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt, die verschiedenste technische Geräte entwickeln und Dienstleistungen erbringen. Derzeit dominieren noch immer regionale Insellösungen mit fehlender Interoperabilität und Berücksichtigung von Mindestqualitätsanforderungen den Telemedizinsektor. Die Anbieter dieser wissensintensiven Dienstleistungen konzentrieren sich auf ihre technische Expertise. Die Komplexität des Gesamtsystems wird dabei häufig vernachlässigt, die relevanten medizinischen, medizin- und informationstechnischen, juristischen und gesundheitsökonomischen Fragen werden nur vereinzelt berücksichtigt. Zudem werden medizinische Abläufe kaum in die Entwicklung miteinbezogen. Das führt dazu, dass entwickelte Prototypen nur mit großem Aufwand hinsichtlich ihrer technischen Machbarkeit, medizinischen Sinnhaftigkeit und Integrierbarkeit in die medizinischen Prozesse getestet werden können. Jedoch nur wenn diese Tests bestanden sind, hat das Vorhaben Aussicht auf eine erfolgreiche Überführung in die Routine. Der Aufwand ließe sich durch die frühzeitige Einbindung von Anwendern reduzieren. Zugleich könnte die Expertise und Erfahrung der Anwender in das Projekt einfließen und damit die Aussicht auf Akzeptanz der Lösungen deutlich gesteigert werden. Der Integration der Anwender in Innovationsprozessen wird jedoch nur selten die Bedeutung beigemessen, die ihr zukommt.

Anwenderseitig erfolgt die Artikulation des telemedizinischen Innovationsbedarfs aus der täglichen Praxis heraus viel zu selten und unsystematisch. Die Mitwirkung am Innovationsprozess beruht primär auf persönlichen Netzwerken. Es fehlt eine Plattform zur gezielten Einbeziehung von Anwendern und zur Unterstützung der Zusammenarbeit über einzelne Fachbereiche und Disziplinen hinaus. Die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft ist zum Teil nur gering ausgeprägt. So werden beispielsweise zahlreiche technologische Entwicklungen aus dem universitären Bereich nicht in praktische Lösungen umgesetzt, sondern verharren im Prototypstatus. Zudem werfen die erheblichen Anforderungen der Krankenkassen an die gesundheitsökonomische Evaluation der Telemedizin sowie ihre Forderungen nach einer skalierbaren Umsetzung der telemedizinischen Dienstleistungen zusätzliche Probleme auf. Schließlich erschweren noch gesetzliche Rahmenbedingungen und bestehende Marktstrukturen die Innovationen im Gesundheitswesen...

 

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Titel:
SITE – Das Innovationsmilieu für Telemedizin stärken
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2009
Kontakt/Autor(en):Kontakt
Christine Carius-Düssel
Charité Universitätsmedizin Berlin
Telemedizincentrum TMCC
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 / 4 50 53 62 06
Seitenzahl:
2
Sonstiges:

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