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Ein XML-basiertes Datensatzformat zur ext. Qualitätssicherung in der Onkologie PDF E-Mail

B. Schütze (1), G. Tuschen (1), J. Bruns (2)
1) Deutsches Onkologie Zentrum, Düsseldorf, Deutschland
2) Deutsche Krebsgesellschaft e. V., Berlin, Deutschland


In der Onkologie werden von verschiedenen Bereichen Daten zur Qualitätssicherung erhoben, wobei die übermittelten Daten z. T. redundant erhoben werden und zudem in einer Vielzahl von Datenaustauschformaten übermittelt werden müssen. Da dies ökonomisch nicht sinnvoll abgebildet werden kann, hat sich die Deutsche Krebsgesellschaft dazu entschieden, einen Datensatz zu erstellen, der alle erforderlichen Daten enthält und nur eine Schnittstelle erfordert. Zur Abbildung eines Datenaustauschformates entschied man sich für XML. Das erstellte XML-Schema erlaubt neben der standardisierten Übermittlung der benötigten Daten zugleich die maschinelle Überprüfung der übermittelten Datensätze hinsichtlich Vollständigkeit und Richtigkeit. Dadurch ist es in Deutschland erstmals möglich, dass die verschiedenen Stellen in Deutschland, d. h. die BQS, die Deutsche Krebsgesellschaft und die Krebsregister die für die Beurteilung der onkologischen Versorgung in Deutschland benötigten Daten in ausreichender Menge und Qualität erhalten. Dies bedeutet einen deutlichen Qualitätsgewinn für die Qualitätssicherung in der onkologischen Versorgung in Deutschland.

Datensammlungen in der onkologischen Versorgung

In der Onkologie werden von verschiedenen Bereichen Daten zur Qualitätssicherung erhoben:

  • Klinisches Krebsregister
    Klinische Krebsregister zielen darauf, die Behandlung von Tumorerkrankungen zu verbessern. Dazu müssen zunächst relativ detailliert Daten zur Erkrankung und zur Therapie gesammelt werden. Daher werden klinische Krebsregister überwiegend von Tumorzentren oder Onkologischen Schwerpunkten betrieben, die vorwiegend im Dachverband der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) organisiert sind [1].
  • Epidemiologisches Krebsregister (GEKID)
    Epidemiologische Krebsregister beobachten das Krebsgeschehen, d. h. wie häufig treten bestimmte Tumorerkrankungen in einer Region auf, wie viele Menschen sterben an welcher Krebserkrankung usw. Alle epidemiologischen Krebsregister Deutschlands sowie die im Robert-Koch-Institut angesiedelte Dachdokumentation Krebs arbeiten in der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID) zusammen [2].
  • Bundesstelle für Qualitätssicherung (BQS)
    Alle Krankenhäuser dokumentieren qualitätsrelevante Daten für bestimmte Leistungsbereiche und schicken sie zentral an die BQS, welche die Daten dann nach bestimmten, vorher definierten Kriterien auswertet. Die Ergebnisse werden den Krankenhäusern zur Verfügung gestellt und bilden so eine wichtige Grundlage für die Qualöitätssicherung. Im Bewreich der onkologischen Versorgung erhebt die BQS Daten ausschließlich zur Mammachirurgie [3].
  • Deutsche Krebsgesellschaft
    (DKG) Die Deutsche Krebsgesellschaft hat in Zusammenarbeit mit anderen medizinisch- wissenschaftlichen Fachgesellschaften zusammen mit unabhängigen Gutachtern wie dem TÜV mit der Zertifizierung von Kliniken begonnen, die einen Mindeststandard (fachliche Anforderungen) bei der Behandlung bestimmter Krebserkrankungen vorhalten müssen [4]. Die Einhaltung der fachlichen Anforderungen wird jährlich durch das unabhängige Zertifizierungsinstitut OnkoZert überwacht [5].
  • Disease Management Programm (DMP)
    In Deutschland existieren zwei DMP: DMP nach Risiko-Struktur-Ausgleich- Verordnung (RSAV) und „freie“ Disease- Management-Programme. DMP nach RSAV sind den gesetzlichen Krankenkassen vorbehalten, da sich diese Programme auf den Risikostrukturausgleich auswirken. Aus dem Bereich der onkologischen Behandlung ist hier die Brustkrebs-Versorgung in das Programm aufgenommen worden. Um die Qualität der DMP zu gewährleisten, müssen Arzt und Versicherter in regelmäßigen Abständen gemeinsam einen Dokumentationsbogen auszufüllen. Seit 2005 bersteht die Möglichkeit, diese Daten elektronisch (auf CD, Diskette oder über ein gesichertes Online- Verfahren) zu übermitteln. Überwiegend von den privaten Krankenkassen werden freie DMP angeboten. Die Gestaltung der freien DMP ist wesentlich patientenzentrierter und in der Regel auch umfangreicher als die der gesetzlichen Variante.
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Einerseits verlangen die unterschiedlichen Daten und die nicht vereinheitlichten Schnittstellen zur Datenübermittlung einen hohen Aufwand bei den Herstellern von Informationssystemen im Gesundheitswesen, andererseits ist die Anzahl möglicher Kunden aus dem Gebiet der Onkologie überschaubar. Daher existieren bisher nur wenige elektronische Dokumentationssysteme für die Onkologie, die zumindest einen Teil der Daten zum Export zur Verfügung stellen können. In der Mehrzahl der Fälle muss zur Übermittlung der Daten an die entsprechenden Stellen eine Doppel – oder sogar Dreifachdokumentation erfolgen, mit allen darin enthaltenen Schwächen wie unvollständige oder auch fehlerhafte Dokumentation. Daher sind bisher auch die von den verschiedenen Organisationen zur Verfügung gestellten Auswertungen wie beispielsweise DKG und BQS kaum vergleichbar, obwohl dies immer wieder vorkommt. Andererseits werden andere Institutionen wie einige Krebsregister praktisch nicht mit Daten versorgt, so dass diese ihre Aufgaben bisher nicht wahrnehmen können. Die Deutsche Krebsgesellschaft hat daher entschieden, einen Datensatz zu erstellen, der alle erforderlichen Daten enthält.

Anforderungen an eine gemeinsame Schnittstellendefinition

Die Deutsche Krebsgesellschaft beauftragte das Deutsche Onkologie Centrum (DOC), eine völlig herstellerneutrale Tochter der Deutschen Krebsgesellschaft, mit der Erstellung eines Datensatzes, der folgende Bedingungen erfüllt:

  1. 1. Es müssen die Daten der verschiedenen Bereiche abgedeckt werden.
  2. 2. Der Datensatz muss flexibel an die Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst werden können. Vorgesehen ist eine Datensatzanpassung pro Jahr, damit der Änderungsaufwand überschaubar bleibt.
  3. 3. Der Datensatz muss einfach zu implementieren sein. Einige Kliniken haben eigene Systeme zur Dokumentation in der onkologischen Versorgung entwickelt und auch diese Kliniken sollen die Möglichkeit haben, die benötigten Daten an die entsprechenden Stellen zu übermitteln.  


In der Informatik hat sich die Extensible Markup Language (XML) als Standard zum standardisierten Datenaustausch entwickelt. XML bietet diverse Vorteile: ...

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Titel:
Ein XML-basiertes Datensatzformat zur ext. Qualitätssicherung in der Onkologie
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2009
Kontakt/Autor(en):

Dr. Bernd Schütze
HI Consulting, Düsseldorf
Tel.: +49 (0) 1 73 / 2 77 11 14
Fax: +49 (0) 2 11 / 7 94 88 97
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Seitenzahl:
4,5
Sonstiges:

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