Stimmen zum Telemedizinführer Deutschland

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Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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Unverzichtbar und längst im Einsatz PDF E-Mail
die „wahre“ Welt des eHBA

Uwe Meyer-Vogelgesang


Der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) hat ein ziemlich schlechtes Image – gerade bei den Angehörigen der Heilberufsstände. Er mache die Arbeit nur kompliziert, hört man da. Überhaupt produziere er vor allem hohen technisch-finanziellen Aufwand für den Benutzer. Und außerdem wolle man die ganze fremdbestimmte Gängelei der Gesundheitstelematik einfach nicht. Keine Chance für den eHBA? Wie man sich täuschen kann.

Wer sich die „wahre“ Welt des eHBA erschließen will, muss zunächst ein weit verbreitetes Missverständnis überwinden: Beim eHBA geht es nämlich kaum um seine Funktion als Pendant des Heilberuflers zur elektronischen Gesundheitskarte des Patienten. Das wird er zwar auch können – vielleicht ab Mitte 2010. Doch echte Begeisterung löst das nicht aus.

Tatsächlich liegt das eigentliche Potenzial des eHBA wohl an ganz anderer Stelle und zeigt sich erst, wenn man z. B. das Niveau elektronischer Geschäftsprozesse im Gesundheitswesen mit dem Leistungsstand anderer Branchen in Deutschland vergleicht. Dann muss man einfach konstatieren, dass die prinzipiellen Qualitäts- und Kostenvorteile moderner vernetzter Informationstechnologien im Gesundheitswesen kaum genutzt werden. Allerdings hat genau dieser Rückstand aber auch einen Grund: Da sowohl medizinischfachliche wie wirtschaftlich-operative Prozesse im Gesundheitswesen fast immer mit sensiblen (Patienten-) Daten verknüpft sind, geht hier nichts ohne hochwertige, verlässliche Datenschutz-Infrastrukturen.

Der eHBA liefert vor allem den Heilberuflern jetzt den entscheidenden Schlüssel, diese Situation in ihrem Sinne grundlegend zu verändern. Denn mit seiner Hilfe lassen sich nicht nur für wenige vorgegebene, sondern im Grund für jede beliebige Aufgabenstellung hinreichend sichere, rechtsverbindliche elektronische Prozesse etablieren und absichern. Solange nachweisbar geklärt ist, wer an diesen Prozessen teilnimmt (Identifizierung und Verschlüsselung) und was der einzelne Teilnehmer dort tut (Authentisierung und Signatur), ist der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Letztlich setzt der eHBA damit enorme Potenziale frei, weil – zumindest außerhalb der Gesundheitstelematik – der individuelle Nutzen des einzelnen Heilberuflers die Prozesse definiert und ihren Erfolg bestimmt. Ein Blick auf die bereits verfügbaren eHBAbasierten Prozesse bestätigt das eindeutig: Hier werden Arbeiten vereinfacht, Abläufe beschleunigt, Kosten reduziert und Qualitäten gesteigert – sonst wären die inzwischen mehr als 7.000 freiwillig beteiligten Heilberufler schlichtweg nicht dabei.

KZV Westfalen-Lippe: Online- Abrechnung mit ZOD-Portal

Die Abwicklung der kassenzahnärztlichen Abrechnung ist für alle Beteiligten mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden. Die KZV Westfalen-Lippe hat sich vor diesem Hintergrund entschlossen, die bisherigen Abrechnungsverfahren systematisch zu rationalisieren und Zug um Zug auf Online-Verfahren umzustellen. Ende 2006 nahm sie hierzu die erste Ausbaustufe ihres auf den Sicherheitsstandards der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigungen basierenden ZOD-Portals in Betrieb.

Das ZOD-Portal bietet den zahnärztlichen Mitgliedern die Möglichkeit, Abrechnungsdateien für ZE, KFO und/oder KCH online zu versenden. Aktuelle Informationen stehen als Übersicht der Abrechnungsergebnisse für ein Quartal sowie durch Anwendungen zu HVM-Berechnungen zur Verfügung. Darüber hinaus können verschiedene Recherchemöglichkeiten, zum einen in Dokumenten wie Zahnarztabrechnungen, HVM-Bescheiden, Honorarberichtigungen etc. und zum anderen in den über die KZV WL abgerechneten Behandlungsfällen (Patientendaten), genutzt werden.

Im Ergebnis sorgt das KZV Mitgliederportal der Zahnärzte in Westfalen-Lippe systematisch für eine Reduzierung des administrativen Aufwands in der Abrechnung. Bereits beim Datenempfang profitieren Zahnärzte wie Körperschaft durch den Wegfall der Kosten für den Postversand, für die Medienbeschaffung und für das gesamte (fehleranfällige) Handling bis zur tatsächlichen Verfügbarkeit valider Abrechnungsdaten.

Gleiches gilt vom Grundsatz her auch für die Übergabe der Abrechnungsunterlagen an den Zahnarzt. Die elektronische Dokumentation spart Druck- sowie Versandkosten bei der KZV und Ablageaufwand in der Praxis. Hinzu kommen spürbare Aufwandsreduzierungen im Servicebereich, weil das umfassende Online-Archiv den Anteil von Informations-Nachforderungen und Abrechnungs- Reklamationen minimiert...

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Titel:
Unverzichtbar und längst im Einsatz
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2009
Kontakt/Autor(en):Uwe Meyer-Vogelgesang
Geschäftsführer
medisign GmbH
Richard-Oskar-Mattern-Str. 6
40547 Düsseldorf
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