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Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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E-Health: Weichenstellungen im Gesundheitssystem PDF E-Mail


Michael Schmitz
Vorsitzender VDAP, Geschäftsführer CompuMED


1 Was die Gesellschaft von der Telematik fordert

Seit der Ankündigung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, zum 1. Januar 2006 bundesweit und fl ächendeckend die Gesundheitskarte einzuführen, hat die Telematik im Gesundheitswesen eine Renaissance in der öffentlichen Wahrnehmung erfahren. Erstmals seit Jahren interessieren sich Politiker, Beteiligte des gesamten Gesundheitswesens wie auch die Öffentlichkeit für ein Thema, das bislang nur einem Fachpublikum am Herzen lag. Die Telematik im Gesundheitswesen ist nicht länger eine Theorie. Vielmehr haben seit der Ankündigung von Frau Schmidt viele Beteiligte angefangen, Konzepte und Strategien zu entwerfen. Die sog. „e-Health“ steht damit auch an einem Scheideweg. Wir haben jetzt die einmalige Chance, in einem breiten Konsens eine zukunftsfähige und wegweisende Grundstruktur für unser Gesundheitssystem zu schaffen. Die Diskussion darüber hat bereits begonnen. Es werden die ethischen Seiten beleuchtet, der Datenschutz und technische Umsetzungsmöglichkeiten geprüft. Auch gesellschafts- und sozialpolitisch werden Erwartungen an die Telematik im Gesundheitswesen formuliert. Im Folgenden soll auf die Kernforderungen eingegangen werden.

1.1 Prozess-Rationalisierung

Die Möglichkeiten der Rationalisierung von Arbeitsprozessen durch den Einsatz von Telematik im Gesundheitswesen haben im gesellschaftlichen Diskurs einen fast mystischen Charakter angenommen. Insbesondere die prekäre pekuniäre Lage des Gesundheitssystems in Deutschland weckt höchste Erwartungen an Informationstechnologie und elektronische Kommunikation im Bereich der Prozess-Rationalisierung. An dieser Stelle sei vorweg geschickt: Der Einsatz von Telematik ist kein Allheilmittel. Tatsächlich kann aber durch einen sinnvollen und gut organisierten Einsatz die Telematik nicht nur die Arbeit der ohnehin überlasteten Beschäftigten in allen Bereichen des Gesundheitswesens erleichtern. Die Telematik kann darüber hinaus sehr gezielt dazu beitragen, Arbeitsprozesse zu rationalisieren und damit auch zu deutlichen Kosteneinsparungen beizutragen.

Einige Möglichkeiten der Prozess- Rationalisierung durch den Einsatz von Telematik im Gesundheitswesen sind bereits heute erfolgreich im Einsatz. Zwei Beispiele:

Elektronisches Unfallberichtsverfahren

Der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften e. V. (HVBG) und der Verband Deutscher Arztpraxis-Softwarehersteller e. V. (VDAP) haben 2002 damit begonnen, den elektronischen Austausch von Unfallberichten zu realisieren.

Unter dem Titel „Datenaustausch mit Leistungserbringern in der gesetzlichen Unfallversicherung“ (DALE-UV) können seit Januar 2003 alle interessierten Unfallärzte ihre Berichte elektronisch mit dem VDAP Communication Standard (VCS) über den HVBG an die Berufsgenossenschaften (BG) versenden. Nach einer dreimonatigen Pilotphase Ende 2002 nahm die Zahl der teilnehmenden Unfallmediziner kontinuierlich zu (Abb. 1). Von Januar 2003 bis Mitte Dezember 2003 wurden rund 46.000 Berichte verschickt. HVBG und VDAP sehen die stark steigende Interessentenzahl an der elektronischen Kommunikation als Vorboten zur Einführung der Gesundheitskarte zum 1. Januar 2006. Die Ärzte wollen schon jetzt die Möglichkeiten zum elektronischen Datenaustausch nutzen, dieser Trend zeichnet sich ganz klar ab.

Wie in anderen Bereichen trägt die elektronische Kommunikation auch beim Unfallberichtsverfahren zur deutlichen Reduzierung der Zettelwirtschaft bei. Bei dem papierbasierten Unfallberichtswesen müssen die Ärzte ein Formular und zwei Durchschläge ausfüllen und an verschiedene Stellen verschicken. Mit DALE-UV wird der Unfallberichtsbogen nur ein Mal ausgefüllt und per Mausklick versand. Viele teilnehmenden Ärzte und Arzthelferinnen möchten diesen Komfort nicht mehr missen. Auch die Berufsgenossenschaften werden entlastet: Die mühselige Eingabe der Daten in den Rechner entfällt bei elektronisch eingereichten Unfallberichten. Der HVBG nahm diese Erleichterung zum Anlass, ein Anreizsystem für DALE-UV zu schaffen: Für jeden elektronisch eingereichten Unfallbericht erhält der Arzt 0,35 Euro vom Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften. „So wollen wir den Ärzten den Abschied von der Zettelwirtschaft versüßen“, erklärte Klaus-Jürgen Kraft, Projektleiter DALE-UV beim HVBG, im Dezember 2003 in einer Pressemitteilung...

 

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Titel:
E-Health: Weichenstellungen im Gesundheitssystem
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2005
Kontakt/Autor(en):Michael Schmitz
Vorsitzender VDAP, Geschäftsführer CompuMED 
Seitenzahl:
4,5
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