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Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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eGesundheit.nrw PDF E-Mail
Aufbau einer Telematikinfrastruktur in der Modellregion Bochum-Essen

Christian De Win
Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH (ZTG)


1 Motivation

Der Entwicklungsstand der Informationstechnologie macht heute grundsätzlich Telemedizin als Breitenanwendung möglich. In Anbetracht der offensichtlichen Strukturprobleme im Gesundheitswesen kann man es sich deshalb nicht länger leisten, die enormen Qualitätsvorteile und Einsparungspotenziale, die eine einheitliche Telematikinfrastruktur mit sich bringt, ungenutzt zu lassen. Da aber die Realisierung dieses Anspruches noch zahlreiche infrastrukturelle Maßnahmen erfordert, wurde am 14.1.2004 vom Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie (MGSFF), vertreten durch Ministerin Birgit Fischer, mit Partnern der Industrie eine Vereinbarung über das Modellprojekt „eGesundheit.nrw“ unterzeichnet (Abbildung 1). Konsortialpartner sind die Firmen Compugroup, GWI AG, Siemens und T-Systems. Die Federführung hat die Landesregierung des Landes NRW.

Für den Aufbau der beschriebenen Infrastruktur werden sichere Kommunikationsnetze ebenso benötigt wie eine moderne Soft- und Hardware in Arztpraxen, Krankenhäusern, Apotheken oder Rehabilitationseinrichtungen. Darüber hinaus sollen die Patientinnen und Patienten in der Modellregion testweise mit einer elektronischen Gesundheitskarte ausgestattet werden, die nach dem GKV-Modernisierungsgesetz ab 2006 die jetzige Krankenversichertenkarte ablösen soll. Ärzte, Apotheker und andere Berufsgruppen des Gesundheitswesens erhalten darüber hinaus elektronische Heilberufsausweise, deren Einführung ebenfalls gesetzlich geregelt ist. Diese Telematikinfrastruktur ermöglicht Anwendungen wie das elektronische Rezept, die elektronische Überweisung, den elektronischen Arztbrief und die elektronische Patientenakte.

2 Die Modellregion

Die Modellregion Bochum-Essen (Abbildung 2), die Teil der Landesinitiative „eHealth.nrw“ ist, hat Ihr Innovationspotential u. a. bereits durch die Freischaltung der bundesweit ersten einrichtungsübergreifenden, elektronischen Patientenakte „ Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können “ zur Brustkrebsbehandlung unter Beweis gestellt. In dieser Modellregion sollen telematische und telemedizinische Anwendungen dem Laborstatus entwachsen und den Weg hin zu einer breitfl ächigen Anwendung beschreiten. Dabei werden neue quantitative Dimensionen erschlossen. Durch die starke Präsenz von Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft ist die Region Bochum-Essen dafür in geradezu idealer Weise aufgestellt:

  • Ballungsraum mit rund 1 Million Versicherter,
  • 25 Kliniken, darunter die Universitätskrankenhäuser der Universitäten Bochum und Essen,
  • über 1.500 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen,
  • über 600 niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie knapp 300 Apotheken,
  • starke Konzentration von Unternehmen der Medizintechnik und der Biotechnologie,
  • zahlreiche Initiativen für Forschung und Versorgung.


Neben diesen Strukturdaten spricht für die Region aber auch der sehr intensiv betriebene Aufbau von Netzwerken. Zu nennen ist hier beispielsweise das Netzwerk „Essen forscht und heilt“, dem alle Gesundheitsakteure in Essen (vom Krankenhausverband über die kassenärztlichen Vereinigungen bis zu den Krankenkassen und der Essener Wirtschaftsförderung) angehören. Weiterhin ist der Onkologische Klinikverbund Essen ein wesentlicher Partner bei der Entwicklung der Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können . Ähnlich verhält es sich in Bochum. Hier haben sich 60 Hausund Fachärzte zum Medizinischen Qualitätsnetzwerk Bochum zusammengeschlossen. Bochum und Essen sind in erster Linie durch ihren erheblichen Anteil an der spitzenmedizinischen Versorgung über das Ruhrgebiet hinaus bekannt. Für die Auswahl der Region sehr entscheidend ist zudem, dass beide Städte herausragende Standorte der Bio-Medizintechnik mit ca. 80 Unternehmen medizintechnischer Orientierung sind, die unter anderem an der Schnittstelle zwischen Informationstechnologie und Gesundheitswirtschaft arbeiten. Durch die getroffene Auswahl sind die beiden Landesteile Nordrhein und Westfalen-Lippe mit den zugehörigen beiden Kammer- bzw. KV-Bereichen involviert, was für Konsentierungsprozesse innerhalb eines derart komplexen Projektes äußerst wichtig ist...

 

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Titel:
eGesundheit.nrw
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2005
Kontakt/Autor(en):Christian De Win
Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH (ZTG) 
Seitenzahl:
3,5
Sonstiges

3 Abb.

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