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Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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Telemedizin am Beispiel einer Herzchirurgischen Abteilung an einem Klinikum der Maximalversorgung PDF E-Mail

Gegenwart und Zukunft

M. Fink (1), H. Kruß (2), F. Dziewior (1), M. Beyer (1)

1 Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Herzzentrum Augsburg – Schwaben
2 ITZ Medicom


Einleitung

Die Herzchirurgische Klinik bildet zusammen mit der Klinik für Kardiologie und Pulmonologie, der Klinik für Kinderkardiologie und der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin das 2002 neu gegründete Herzzentrum Augsburg- Schwaben. Das Herzzentrum ist Teil des Klinikums Augsburg, ein Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe mit insgesamt ca. 1600 Betten in 24 Kliniken und Instituten. Die Gründung des Herzzentrums erfolgte um die immer knapper werdenden Ressourcen und fi nanziellen Mittel im Gesundheitswesen noch effi zienter nutzen zu können.

Die Kardiologie und besonders die Herzchirurgie sind Fachgebiete, die eine hohe Spezialisierung verlangen und sehr kostenintensiv sind. Aus diesen Gründen sind diese Fachgebiete nur an speziellen Kliniken lokalisiert (1). Um aber allen Patienten eine effi ziente und optimale Therapie anbieten zu können, ist eine Kooperation mit den peripheren Krankenhäusern notwendig. Im Falle der Klinik für Kardiologie und Pulmonologie erfolgt die Zusammenarbeit mit einer Reihe kleinerer Krankenhäuser, die keine eigene interventionelle Kardiologische Abteilung besitzen. Die Herzchirurgische Klinik steht in enger Kooperation mit mehreren Krankenhäusern und niedergelassenen Kardiologen, die eine interventionelle Kardiologie betreiben (Abb. 1).

In der Herzchirurgie zeigt sich seit einigen Jahren eine Zunahme von älteren Patienten über 80 Jahre und von Patienten, die dringlich oder als Notfall operiert werden müssen. Bei diesen beiden Patientengruppen ist es aus unterschiedlichen Gründen wichtig, bereits vor Eintreffen eines Patienten in einem Herzchirurgischen Zentrum dessen relevante Befunde zu kennen.

Durch die Weiterentwicklung im Bereich der interventionellen Kardiologie in den letzten Jahren sind die Herzchirurgischen Kliniken heute mit einem Patientenkollektiv konfrontiert, welches eine deutlich höhere Komorbidität aufweist als noch vor 20 Jahren. Es werden heute weniger Patienten nach einer missglückten Akut-PTCA notfallmäßig operiert, diese Patienten weisen jedoch ein erhöhtes perioperatives Risiko auf (2). Wenn man alle relevanten Befunde eines Patienten bereits vor dessen Eintreffen in der Klinik kennt, kann man die noch erforderlichen Untersuchungen bereits anmelden und die Operation planen und somit wertvolle Zeit in der Behandlung einsparen (3, 4). Idealerweise wird bereits während der interventionellen kardiologischen Diagnostik eine Realtime-Konferenz mit dem Operateur abgehalten und es wird in bestimmten Fällen gemeinsam das weitere Procedere besprochen.

Noch bis vor wenigen Jahren waren Operationen unter Einsatz der Herz- Lungen-Maschine an über 80-jährigen Patienten eine Ausnahme. Heute wissen wir, dass dieses Patientenkollektiv mit einem nur minimal erhöhten perioperativem Risiko operiert werden kann (5, 6). In vielen Fällen weist diese Patientengruppe jedoch eine höhere Komorbidität auf. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, sich vor der Entscheidung zur Operation ein möglichst genaues Bild über den Allgemeinzustand des Patienten zu machen. In vielen Fällen kann so bereits im Vorfeld entschieden werden, ob zusätzliche diagnostische Maßnahmen erforderlich sind oder auf Grund des Allgemeinzustandes eine Operation zum aktuellen Zeitpunkt nicht mit einem vertretbaren Risiko durchgeführt werden kann. Dem Patienten werden dadurch unnötige und kostenintensive Transporte in ein Herzchirurgisches Zentrum erspart. Ein weiterer Grund für die möglichst genaue Evaluierung eines älteren Patienten ist ein erhöhtes Risiko für postoperative Komplikationen, die mit einem verlängerten Aufenthalt auf der Intensivstation und dadurch auch mit höheren Kosten verbunden sind (7).

In Zukunft sollte es möglich sein, mit einem Elektivpatienten dessen bekanntes präoperativ erhöhtes Risiko bereits vor der Verlegung in eine Herzchirurgische Klinik zu besprechen und somit dem Patienten die nötige Bedenkzeit für eine Operation zu geben...

 

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Titel:
Telemedizin am Beispiel einer Herzchirurgischen Abteilung an einem Klinikum der Maximalversorgung
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2005
Kontakt/Autor(en):M. Fink (1)
H. Kruß (2)
F. Dziewior (1)
M. Beyer (1)

1 Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Herzzentrum Augsburg – Schwaben
2 ITZ Medicom
Seitenzahl:
5
Sonstiges

9 Abb.

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