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Deutschlands unfassendstes Werk zum Thema Telemedizin, E-Health und Telematik im Gesundheitswesen

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www.medinfo.de macht wichtige Qualitätsauszeichnungen medizinischer Webseiten erstmals gesammelt sichtbar

Michael Hägele, Christian Leopold


In der Fülle von Gesundheitsinformationen im Internet können Informationssuchende kaum mehr beurteilen, wie verlässlich bzw. seriös eine Information ist, welche der vielen verfügbaren Informationen qualitativ gut sind oder welche Interessen jeweils mit dem Angebot verfolgt werden. Neben hochwertigen sind auch viele „dubiose“ Gesundheitsinformationen zu finden, oft wird sogar Produktwerbung als „Gesundheitsinformation“ angeboten.

Der Sachverständigenrat für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen fordert den Patienten als „dritte Kraft im Gesundheitswesen“, die SPD Bundesfraktion den „Patient als Mittelpunkt unseres Gesundheitssystems“. Auch McKinsey fordert „Patienten als wohlinformierte Mitgestalter“. Anbieterneutrale Lotsensysteme, die den Patienten in dieser Rolle unterstützen und die Möglichkeit geben qualitätsgesicherte Informationen einfach im Internet zu lokalisieren, gibt es allerdings nur in anderen Ländern z.B. in den USA, England oder Australien.

Der Healthfinder (www.healthfinder. gov) z.B. besteht in den USA schon seit 1997. Das Angebot wird seitdem kontinuierlich ausgebaut und umfasst inzwischen nicht nur Informationen zu Krankheiten, Prävention und Wellness (in der Health- Library), sondern auch über Ärzte, Kliniken, Versicherungen und die Qualität der Versorgung.

In Australien bemüht sich www. healthinsite.gov.au um ein objektives Leitsystem zu guten Informationen im Web. Das Angebot zielt darauf, „die Gesundheit der Australier zu verbessern, durch einfachen Zugriff auf qualitätsvolle Informationen zum Thema Gesundheit.“ Dabei hat sich „healthinsite“ einen umfassenden und transparenten „Assessment of content“ erarbeitet.

Auch in Deutschland hatte man sich z.B. auf der 72. Gesundheitsministerkonferenz 1999 viel vorgenommen: „Bis zum 1.1.2003 sind neutrale Patienteninformierungssysteme über die Einrichtungen des Gesundheitswesens für die Bevölkerung aufzubauen und vorzuhalten“. Im „Forum Info 2000“ – einem vom Bundesgesundheitsministerium initiierten Projekt - wurde zwar in der AG 7.1 „Telematikanwendungen im Gesundheitswesen: Informationen für Bürger und Patienten“ auch ein Prototyp eines solchen „Gesundheitsinformationssytems“ entwickelt und auf der Medica 1997 vorgestellt, geriet dann aber beim Regierungswechsel wieder in Vergessenheit.

Zarte Bemühungen gibt es derzeit wieder in Richtung Online-Lotsensystem in der Arbeitsgruppe Technik beim Aktionsforum Gesundheitsinformationssysteme (www.afgis.de), bei der ÄZQ unter www.patienten-information.de und mit dem Projekt Gesundheit.nrw.de. Dabei beschränkt sich patienten-information.de – wie der Name schon andeutet – auf reine Informationstexte zu Krankheitsbildern und das Projekt Gesundheit.nrw.de auf landesspezifische Informationen innerhalb von NRW, wobei Inhalte nur von Projektmitgliedern zugeliefert werden können und somit eine echte Unabhängigkeit der Informationen hier nicht wirklich gegeben ist.

Der Beschluss der 74. Gesundheitsministerkonferenz „misst der zunehmenden Verbreitung von Gesundheitsinformationen im Internet große Bedeutung zu. Die Gesundheitsportale können einen wichtigen Beitrag zu Information und Aufklärung im Sinne der Bürger- und Patientenorientierung und der Transparenz leisten, sofern die Informationen qualitätsgesichert und strukturiert bereitgestellt werden.“ Hier genau liegt aber die Problematik: Es reicht nicht diese Informationen im Internet in Portalen oder sonstigen Webseiten bereit zu stellen. Denn wie kann der Bürger oder Patient diese Angebote finden und deren Qualität erkennen?

Hier setzt medinfo.de an. Mit rund 4.100 handverlesenen Einträgen gesundheitsbezogener Internetadressen stellt medinfo.de eine der umfangreichsten, qualitätsvollen deutschsprachigen Linksammlungen im Internet dar. Durch die Auflistung von Qualitätsauszeichnung zu jedem Link und durch die themenbezogene Selektion auf „Informationen mit Mehrwert“ kann es als anbieter- und interessenneutrales Lotsenangebot dienen.

Dass die Lokalisierung der Informationen tatsächlich das vorrangige Problem bei Gesundheitsinformationen ist, zeigen Untersuchungen zum Suchverhalten von Patienten: Nach einer Untersuchung von Harris Interactive im Jahr 2001 benutzen 65% der Patienten normale Suchmaschinen, 24% Gesundheitsportale und 11% krankheitsspezifische Webseiten.

Bei der Health on Net Foundation (bekannt durch ihr HON-Siegel) gaben im Jahr 2001 50% der Patienten in Europa starke Unzufriedenheit mit Searchtools und 63% Probleme mit den relevanten Treffern an.

Eysenbach et al. (British Medical Journal,2002) kommen ebenfalls zu ernüchternden Ergebnissen: Keiner der Patienten nutzte ein medizinisches Portal, 2 von 21 versuchten Adressen nach dem Prinzip www.krankheit.de zu erraten, nur 35% der Suchanfragen enthielten mehr als einen Suchbegriff.

Die Statistiken von medinfo.de bestätigen diese Zahlen: Dort bestehen nur 19,6% der Suchbegriffe aus mehr als einem Wort. Untersuchungen des Datenmaterials zeigen die Hauptprobleme der Nutzer:

  • Schwierigkeiten, für eine Suchanfrage Gehörtes in Geschriebenes umzusetzen (immer noch erhält der Patient nur sehr wenige schriftliche Informationen, die meisten fließen im mündlichen Gespräch)
  • Rechtschreibfehler
  • Wahl von ungewöhnlichen Krankheitsbegriffen
  • sehr unspezifische Suchanfragen

Werden diese Probleme nicht zielgerichtet angegangen und die Patienten durch IT-Tools unterstützt, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass der einzelne Nutzer die guten, qualitätsvollen Informationen im Internet zu finden vermag.

Untersuchungen und Tests zu Gesundheitsportalen zeigen darüber hinaus, dass ein übergreifendes Lotsensystem auch aus anderen Gründen sinnvoll ist. In fast jedem Test von Portalen gibt es andere Testsieger (siehe Abbildung 1), laufend kommen neue Anbieter dazu, andere verschwinden und jedes Portal hat je nach Themengebiet Stärken und Schwächen. Das zeigen z.B. die Ergebnisse von Stiftung Warentest 4/2003 (siehe Abb. 2).

Diese komplexe Informationssuche und -bewertung alleine dem Patienten aufzubürden ohne ihm dabei Unterstützung anzubieten, überfordert Zeit und Kompetenz der meisten Patienten.

Aufgrund dieser Missstände wurde medinfo.de entwickelt. Alle Einträge sind themenbezogen gegliedert. Somit ist medinfo.de gleichzeitig Katalog und Suchmaschine. Im „Katalog“-Modus kann sich der Benutzer eine Übersicht verschaffen, was es zu welchen Themengebieten an guten Angeboten im Web gibt. Dabei kann er sich hierarchisch „tiefer hangeln“ ohne von vorne herein schon die richtigen Begriffe wissen zu müssen...

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Titel:
www.medinfo.de macht wichtige Qualitätsauszeichnungen
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2004
Kontakt/Autor(en):Michael Hägele
Christian Leopold
Seitenzahl:
3,5
Sonstiges

3 Abb.

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