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Erfolgsstory – VCS standardisiert Gesundheitstelematik in Deutschland PDF E-Mail

Gunther Hellmann (1), Jürgen Kraft (2), Walter Schäfer (3), Robert Wölzlein (4), Robert Bauerdick (5)

1 DOCexpert Computer GmbH
2 Hauptverband der Berufsgenossenschaften
3 GWI AG
4 I-Motion GmbH
5 Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe


Zusammenfassung

Partnerschaften zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern bilden die Geschäftsprozesse ab, denen Telematik zur ökonomischen Verbesserung verhelfen soll. Bisher verliefen sich alle jene Projekte, deren Hauptaugenmerk auf die Technik und weniger auf die Geschäftsbeziehung gerichtet war.

Mit dem VCS-Standard war erstmals seit 2001 ein Kommunikationsstandard implementiert, der eine interoperable und bundesweite Infrastruktur bereitstellte.

Das Projekt „Datenaustausch zwischen Leistungserbringern und Unfallversicherungsträgern“ der Berufsgenossenschaften startete im Herbst 2002 als erstes bundesweites Projekt gleich mit der Echtbetriebsphase. Alle eingereichten Nachrichten waren technisch in Ordnung, so dass eine zeitnahe Kostenerstattung erfolgen konnte. Derzeit hat sich eine durchschnittliche Kommunikationsrate von ca. 2 Nachrichten pro Tag und Teilnehmer eingestellt.

Angesteckt von dem Standard und der Verfügbarkeit im ambulanten Bereich begannen die Hersteller von Krankenhausinformationssystemen mit der Implementierung von VCS, allen voran GWI AG. Technisch wurde die Krankenhauseinweisung und der –entlassbrief von den PVS- und KIS-Systemen umgesetzt. Mittlerweile sind bundesweit mehrere Krankenhäuser und regional zugehörige niedergelassene Ärzte ausgestattet, so dass erste Datenauswertungen in Kürze zu erwarten sind.

Das Projekt der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe startete Ende 2002 mit dem Ziel, die Quartalsabrechnung direkt aus den Praxisverwaltungssystemen an die KVWL zu leiten. Über 50 Ärzte konnten im Pilotprojekt erfolgreich per VCS die Abrechnung schicken.

Allen Projekten gemeinsam ist die klar umrissene Geschäftsbeziehung zwischen Ärzten und Abrechnungsstellen, die sich in definiertem Kommunikationsaufwand, Einsparpotential und folglich entsprechendem finanziellen Anreiz in Form von z.B. Einmalkosten für die Teilnehmer äußert.

Nach der relativ langen Entwicklungszeit des Standards stehen nun Produkte wie I-GATE zur Verfügung, die es ermöglichen jeden beliebigen Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit in die Projekte aufzunehmen. Der Komfort erlaubt ein flüssiges Handling, so dass die Technik als „ready-to-go“ bezeichnet werden kann. Die Anreize sind verlockend, das belegt die sprunghaft gestiegene Teilnehmerzahl, insgesamt sind bundesweit über 1000 VCS-Teilnehmer registriert. Die gesamttelematische Vernetzung schreitet voran.

Einleitung

Papierformulare sind die Verkörperung der zugrunde liegenden Geschäftsprozesse. Dabei bilden Partnerschaften zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern diejenigen Geschäftsprozesse ab, denen Telematik im deutschen Gesundheitswesen zur ökonomischen Verbesserung verhelfen soll [8]. Die Überbrückung von Medienbrüchen soll, z.B. das Drucken von erfassten Daten auf Papier und das Wiedererfassen der Daten auf der Empfangsseite, nicht nur ökonomischen Effekte erzielen, sondern auch die Qualität der Prozesse verbessern. Somit werden die in den Prozessen direkt Beteiligten wie z.B. die Ärzte oder Kostenträger profitieren, aber auch die im Fokus der Behandlung stehenden Patienten gewinnen durch die verbesserte medizinische Versorgungsleistung.

Schon seit Jahren werden diese Ziele im Zug mit den Forderungen nach Kostenoptimierung im deutschen Gesundheitswesen aufgeführt. Dazu wurde eine Reihe von Projekten durchgeführt, wobei der Fokus mehr auf der Technik als auf den Geschäftsprozessen lag – man konsultiere z.B. die vorherigen Jahrgänge des Telemedizinführers Deutschland. Dies mag daran liegen, dass diese Projekte das Ziel hatten eine neue Technik erstmalig bekannt zu machen. Ein Bestreben, eine einheitliche Lösung in Form eines Standards zu etablieren, war selten zu beobachten.

Mit der öffentlich verfügbaren Spezifikation der VCS-Kommunikationskonzepte [6] war 2001 erstmals ein Kommunikationsstandard umfangreich beschrieben, der initial durch den Verband der deutschen Arztpraxis-Softwarehersteller getragen wurde. Es waren unterschiedliche Produkte realisiert worden und durch die beteiligten Provider wurde gleichermaßen eine interoperable und bundesweit verfügbare Infrastruktur bereitgestellt.

Nach nunmehr 2 Jahre Einsatz stellt sich die Frage, ob dieser Standard erfolgreich ist?

Was ist VCS?

VCS [1] ist ein Email-basierter Nachrichtenaustausch in einem geschlossenen Benutzernetz (Intranet). Jedes Dokument muss vor dem Versand digital signiert und jede Nachricht für den Transport zusätzlich empfängerverschlüsselt sein.

Die Zertifikate für die Unterschriften werden über interoperable Providerstrukturen (PKI: public key infrastructure) bereitgestellt, der Anwender erhält eine personenbezogene Ausweiskarte (Smartcard). Es werden fortgeschrittene Signaturen entsprechend dem Signaturgesetz angewendet.

DALE-UV

Das Projekt DALE-UV steht für „Datenaustausch zwischen Leistungserbringern und Unfallversicherungsträgern“ und wurde von dem Hauptverband der Berufsgenossenschaften e.V. (HVBG) stellvertretend für alle Berufsgenossenschaften Deutschlands initiiert [5]. Man entschied sich für VCS wegen der bundesweit verfügbaren Infrastruktur und vereinbarte die Zusammenarbeit.

Nach einer Planungs- und Vorbereitungsphase von guten 10 Monaten mit Projektarbeit und weiteren umfangreichen Spezifikationen als Ergebnis startete dann im Herbst 2002 die Installation bei ersten Pilotteilnehmern. Innerhalb kurzer Zeit konnten mehrere Arztpraxen technisch ausgestattet werden und mit der sicheren Übertragung von D-Arzt-Nachrichten beginnen.

Im Unterschied zu sonstigen Projekten ging es gleich zu Beginn im Echtbetrieb los. Das bedeutet, dass man auf eine parallele Einsendung der Papierformulare verzichtete und diese nur als Notfallszenario vorsah. Um dem Ziel des Projektes gerecht zu werden, wurden aber auch hierfür keine zu bedruckenden Formulare vorgesehen, sondern der Blankodruck vereinbart [9].

Diese Phase der initialen Installation dauerte etwa 4 Monate, so dass dann in der nächsten Phase die Zahl der Teilnehmer kontinuierlich erhöht wurde. Derzeit befinden sich ca. 80 Anwender mit 8 Softwareprodukten im Echtbetrieb, kein Anwender hat seine Teilnahme zurückgezogen. Drei weitere Hersteller befinden sich in der Erprobungsphase und haben für die Medica lauffähige Versionen angekündigt...

Dokumentinformationen zum Volltext-Download
 

Titel:
Erfolgsstory – VCS standardisiert Gesundheitstelematik in Deutschland
Artikel ist erschienen in:
Telemedizinführer Deutschland, Ausgabe 2004
Kontakt/Autor(en):

Gunther Hellmann
DOCexpert Computer GmbH
Kirschäckerstr. 27
96052 Bamberg
Tel: 0951-9335-121
Email: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Jürgen Kraft
Hauptverband der Berufsgenossenschaften
Alte Heerstr. 121
53757 St. Augustin
Tel: 02241-231-1279
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Walter Schäfer
GWI AG
Gorch-Fock-Str. 5-7
53229 Bonn
Tel: 0228-2668-2719
Email: walter.schä Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Robert Wölzlein
I-Motion GmbH
Nordring 23
90765 Fürth
Tel: 0911-936336-0
Email: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Robert Bauerdick
Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe
Robert-Schimrigk-Str. 4-6
44141 Dortmund
Tel: 0231-94 320
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Seitenzahl:
5,5
Sonstiges

5 Abb., 1 Tab.

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